Moskau: Russische Truppen setzen Angriffe im Gebiet Donezk fort

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Russland,

    Am Freitag überzog Russland die Ukraine erneut mit Raketen. Jetzt werden die Angriffe im Gebiet Donezk offenbar fortgesetzt.

    Eine Schule in der Region Donezk wurde bei einem russischen Angriff zerstört.
    Eine Schule in der Region Donezk wurde bei einem russischen Angriff zerstört. - Leo Correa/AP/dpa/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland hat laut eigenen Angaben seine Angriffe im Gebiet Donezk fortgesetzt.
    • Man habe Gegenattacken der ukrainischen Armee abgewehrt.

    Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau ihre Angriffe im Gebiet Donezk in der Ostukraine fortgesetzt. Es seien dabei Gegenattacken der ukrainischen Armee abgewehrt und im Ergebnis vorteilhafte Positionen eingenommen worden, sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow am Samstag in Moskau. Dagegen teilte das ukrainische Militär mit, dass Durchbrüche der Russen an der Verteidigungslinie verhindert worden seien.

    Der Kreml informierte unterdessen darüber, dass Präsident Wladimir Putin am Freitag den ganzen Tag im Führungsstab der von ihm sogenannten militärischen Spezialoperation verbracht habe.

    Generalstabschef: «Ziel des Schlags erreicht»

    Putin liess sich dort über die nächsten Kriegsziele informieren. Details wurden nicht genannt. Am Freitag hatten die Russen die Ukraine einmal mehr mit massiven Raketenangriffen überzogen. Erstmals nach längerer Zeit zu sehen war nun wieder Generalstabschef Waleri Gerassimow, nachdem es Gerüchte um seinen Rücktritt gegeben hatte.

    Ukraine Krieg
    Ein russischer Mehrfachraketenwerfer feuert im Ukraine-Krieg eine Rakete ab. - Keystone

    Im Gebiet Donezk seien auch Sabotage- und Aufklärungsgruppen der ukrainischen Streitkräfte sowie ein Lager mit ausländischen Söldnern vernichtet worden, sagte Konaschenkow. Er bestätigte zudem die neuen massiven Raketenangriffe vom Freitag. «Das Ziel des Schlags wurde erreicht. Alle anvisierten Objekte wurden zerstört.» Gestoppt worden sei der Transport von Waffen und Munition sowie die Produktion in Rüstungsbetrieben der Ukraine. Es seien ausserdem Systeme der Flugabwehr der Ukraine entschärft worden.

    Ukraine sprach von 70 Raketenangriffen

    Die russischen Raketen seien von Bombern aus der Luft und vom Meer aus abgefeuert worden, sagte Konaschenkow. Bei der Flugabwehr sei durch die «unprofessionellen Handlungen» der ukrainischen Luftverteidigung auch zivile Infrastruktur auf dem Boden beschädigt worden. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

    Zerstörung in Mykolajiw
    Zwei Frauen betrachten den Krater, den eine von Russland abgeschossene Rakete in einem Wohnviertel in Mykolajiw hinterlassen hat. - dpa

    Die Ukraine hatte am Freitag von mehr als 70 Raketenangriffen gesprochen, von denen die meisten durch die Flugabwehr abgefangen worden seien. Durch die Treffer und Schäden fiel erneut in vielen Regionen die Strom- und Wasserversorgung aus. Unter anderem in der Hauptstadt Kiew und in der Region Charkiw berichteten die Behörden von Fortschritten bei der Wiederherstellung der Versorgung. Im Kiewer Gebiet hiess es, dass noch 50 Prozent der Haushalte keinen Strom hätten.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    Chasiv Yar
    53 Interaktionen
    Explosionen in Kiew
    Ukraine krieg Russland
    78 Interaktionen
    Von Kiew bestätigt
    Ukraine-Krieg
    42 Interaktionen
    «Legitime Ziele»

    MEHR IN NEWS

    2 Interaktionen
    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    4 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR AUS RUSSLAND

    fsb
    4 Interaktionen
    Moskau
    Moskau
    26 Interaktionen
    Moskau
    Oleschky
    14 Interaktionen
    Anapa
    Putin
    371 Interaktionen
    «Wir sind bereit»