Mordfall Obernkirchen: Opfer unbekleidet gefunden

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    Die Ermittler gehen nach dem gewaltsamen Tod einer Geschäftsfrau in Obernkirchen von Mord aus - ein Verdächtiger fehlt aber noch. Um die Ermittlungen voranzubringen, nennen Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt Details.

    Blick auf die Rückseite des Hauses in Obernkirchen, in dem eine 75-jährige Frau am Montag tot aufgefunden wurde.
    Blick auf die Rückseite des Hauses in Obernkirchen, in dem eine 75-jährige Frau am Montag tot aufgefunden wurde. - -/TNN/dpa

    Nach dem gewaltsamen Tod einer 75-Jährigen in ihrem Schreibwarenladen in Obernkirchen hoffen die Ermittler auf Zeugen - und nennen erste Details in dem Mordfall. Die Frau sei unbekleidet im Geschäft gefunden worden, teilten Staatsanwaltschaft Bückeburg und Polizei Nienburg am Donnerstag mit.

    Trotz intensiver Ermittlungen, Befragungen und Vernehmungen sei nicht bekannt, welche Kleidung die 75-Jährige am Tag der Tat getragen habe. Auch seien die Kleidungsstücke trotz intensiver Suche nicht gefunden worden. Die Geschäftsfrau war am Montag tot in ihrem Laden in der Kleinstadt nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen entdeckt worden.

    Den Angaben zufolge gehen die Ermittler wegen der Spurenlage und des Obduktionsergebnisses von Mord aus. Für die Ermittlungen richtete die Polizeiinspektion eine mehrköpfige Mordkommission ein. Ermittelt wird weiterhin gegen unbekannt.

    Zeugen gesucht

    Die Mordkommission sucht nach Zeugen, die die 75-Jährige am Tattag in ihrem Geschäft oder anderswo gesehen haben. Auch baten die Ermittler um Hinweise von Zeugen, die am Montag zur Mittagszeit verdächtige Beobachtungen rund um das Geschäft gemacht haben. Darüber hinaus werden Zeugen gesucht, die Hinweise auf die Kleidung des Opfers geben können.

    Die Ermittler mahnten, zufällig gefundene, augenscheinlich sorglos weggeworfene Damenbekleidung in Obernkirchen nicht anzufassen, sondern der Polizei zu melden. In diesem Fall sollten etwaige Zeugen am Fundort auf die Polizei warten.

    Umfangreiche Ermittlungen

    Die Ermittlungen seien umfangreich und komplex, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Zunächst sollten «aus ermittlungstaktischen Gründen» keine Details genannt werden. Um die Ermittlungen voranzubringen, seien nun weitere Tathintergründe veröffentlicht worden. Die Behörden äusserten sich nicht dazu, ob aus dem Laden etwas gestohlen wurde.

    Nach früheren Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft Bückeburg, Nils-Holger Dreissig, gibt es keine Hinweise darauf, dass der mutmassliche sogenannte Axtmörder auch für den gewaltsamen Tod der 75-Jährigen verantwortlich sein könnte. In der Grenzregion von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wird nach einem 36-Jährigen gefahndet, der in der Nacht zum 18. Juni in Kalletal-Stemmen im Kreis Lippe mit einer Axt den 39 Jahre alten Liebhaber seiner Ex-Freundin erschlagen haben soll.

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