Monacos Justiz stellt Verfahren gegen Milliardär Rybolowlew ein

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    Die Justizbehörden von Monaco stellen das Verfahren gegen Dmitri Rybolowlew ein.

    Dmitri Rybolowlew, Präsident des AS Monaco.
    Monacos Justizbehörden haben das Verfahren gegen Dmitri Rybolowlew eingestellt. (Archivbild) - afp

    Die Justizbehörden von Monaco haben das Verfahren gegen den russischen Geschäftsmann Dmitri Rybolowlew eingestellt. Es ging um Vorwürfe der Einflussnahme und Korruption. Bereits im Herbst hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft ein Verfahren in der Justizaffäre des russischen Milliardärs mit dem Genfer Kunsthändler Yves Bouvier eingestellt.

    Das monegassische Berufungsgericht folgte den Schlussfolgerungen des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) gegen Monaco, wie Rybolowlews Anwälte am Donnerstag mitteilten. Das Verfahren habe lediglich auf der Auswertung von Nachrichten beruht, die «illegal» aus dem Telefon der Anwältin entnommen wurden, erklärten Rybolowlews Rechtsvertreter in einer Medienmitteilung.

    Einhaltung der Menschenrechtskonvention

    In Übereinstimmung mit der Meinung des EGMR stellten die Richter demnach fest, dass dies gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstosse, die das Recht auf Privatsphäre schütze. Dieses Strafverfahren war das letzte, das in Monaco gegen Dmitri Rybolowlew und Tetiana Bersheda lief.

    In der Schweiz hatte die Bundesanwaltschaft im Oktober das Strafverfahren eingestellt, das 2017 gegen den russischen Geschäftsmann im Zusammenhang mit seinem Rechtsstreit mit dem Genfer Kunsthändler Bouvier eröffnet worden war.

    Milliarden-Verlust durch Kunstkauf

    Das Urteil der Bundesanwaltschaft entlastete den russischen Geschäftsmann vom Verdacht «verbotener Handlungen für einen fremden Staat». Bouvier hatte Rybolowlew beschuldigt, ihn unter einem Vorwand nach Monaco gelockt zu haben, um ihn dort festnehmen zu lassen.

    Der Russe wiederum hatte den Genfer beschuldigt, ihm zwischen 2003 und 2014 38 Kunstwerke zu einem überhöhten Preis verkauft zu haben. Dadurch habe er rund eine Milliarde Franken verloren. Unter den Objekten waren Bilder bekannter Maler wie Picasso, Modigliani, Matisse, Van Gogh und Klimt.

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