Michael Kretschmer (CDU) will am Grundgesetz «schrauben»
Für Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (48) ist die Zahl der Migranten zu hoch. Deshalb verlangt er, dass die Zahlen reduziert werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Michael Kretschmer von der CDU möchte gegen die hohe Zahl an Migranten vorgehen.
- Es gäbe kaum Wohnungen mehr und Schulen und Kindergärten seien überfüllt.
- Deswegen möchte der 48-Jährige, die Anzahl Migranten senken.
«Wir stehen vor einem Kollaps», sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, aufgrund der hohen Zahl der Migranten. Im Interview mit «Der Welt» warf er dem Bund vor, sie würden nicht genug gegen die Problematik tun. Kretschmer (CDU) sagte, sei die Anzahl der Menschen einfach zu gross.
Deswegen denkt der 48-Jährige an eine Änderung des Grundgesetzes, um Lösungen beim Asyl-Thema zu finden. «Die Spannungen steigen, die Frustrationen nehmen zu. Das wird nicht gut ausgehen, wenn wir die Dinge so weiterlaufen lassen», erklärte der Ministerpräsident.
«Wir können sie nicht integrieren. Schulen und Kindergärten sind überlastet, es gibt keine Wohnungen. Wir können kaum noch Sprachunterricht anbieten. Deshalb müssen die Zahlen reduziert werden» sagte er, doch die Ampel-Koalition sei nicht dazu bereit.

Für Michael Kretschmer braucht es sichere Aussengrenzen in der EU. Dazu müsse die Höhe der Sozialleistungen für Flüchtlinge geklärt werden. «Wir brauchen stärkere Instrumente und wirksame Abkommen zur Rückführung abgelehnter Asylbewerber und illegaler Einwanderer», meinte der Politiker. Laut Kretschmer müsse Bundeskanzler Olaf Scholz handeln und «beherzte Entscheidungen» treffen.












