Maskenaffäre: Prüfverfahren gegen Löbel eingestellt

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Deutschland,

250.000 Euro hatte die Firma von Nikolas Löbel als Provision für Masken-Deals bekommen. Der damalige Bundestagsabgeordnete legte sein Mandat nieder - gegen das Abgeordnetengesetz hat er aber nicht verstossen.

Nikolas Löbel (früher CDU) hatte sein Bundestagsmandat im Zuge der Maskenaffäre niedergelegt. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild
Nikolas Löbel (früher CDU) hatte sein Bundestagsmandat im Zuge der Maskenaffäre niedergelegt. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Nikolas Löbel hat laut Bundestagsverwaltung in der Maskenaffäre nicht gegen das Abgeordnetengesetz verstossen und darf seine Provisionen behalten.

Der Ex-Bundestagsabgeordnete und frühere CDU-Politiker aus Mannheim hat ein Prüfverfahren der Bundestagsverwaltung anstandslos durchlaufen. Zunächst berichtete der «Mannheimer Morgen» darüber. Die Verwaltung bestätigte den Abschluss des Verfahrens am Mittwoch und verwies auf den Paragrafen 44a im Abgeordnetengesetz, der Zuwendungen an die Parlamentarier regelt.

Dieser Gesetzespassus erachtet insbesondere die Annahme von Geld oder geldwerten Zuwendungen als unzulässig, die nur deshalb gewährt würden, um den Abgeordneten zum Vertreten der Interessen der Geldgeber im Bundestag zu bewegen. Unzulässig ist ferner die Annahme von Geld oder von geldwerten Zuwendungen an Mitglieder des Parlaments, die ohne angemessene Gegenleistung vergeben werden. Solche Verstösse würden Löbel nicht zur Last gelegt, erklärte die Bundestagsverwaltung.

In der Masken-Affäre ging es um Provisionen von rund 250.000 Euro für Löbels Firma. Sie soll die Gelder kassiert haben, weil sie Kaufverträge über Corona-Schutzmasken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelte. Politiker und Bürger hatten Löbel aufgefordert, das Geld zurückzugeben oder zu spenden.

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