Mariupol: Russische Phosphorbomben auf Asow-Stahlwerk nach ESC-Sieg

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    Die Ukraine hat den ESC am Samstagabend gewonnen. Moskau reagiert mit Bomben auf die ostukrainische Stadt Mariupol.

    Ukraine Krieg
    Die Ukraine hat den ESC gewonnen. Eine Reaktion von Russland bleibt nicht aus. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland hat das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol mit Phosphorbomben beschossen.
    • Auf den Bomben hinterliessen die russischen Truppen Botschaften mit ESC-Bezug.
    • «Wie gewünscht», stand unter anderem zynisch darauf.

    Russland hat das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol nach ukrainischen Angaben mit Phosphorbomben beschossen. «Die Hölle ist auf die Erde gekommen. Zu Azovstal», schrieb der Mariupoler Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram. Solche Brandbomben entzünden sich durch Kontakt mit Sauerstoff und richten verheerende Schäden an. Ihr Einsatz ist verboten.

    Andrjuschtschenko veröffentlichte dazu ein Video mit Luftaufnahmen, auf denen ein Feuerregen zu sehen ist, der auf das Stahlwerk niedergeht. Auf den zunächst nicht überprüfbaren Aufnahmen unklarer Herkunft war zudem Artilleriebeschuss der Industriezone zu sehen. Andrjuschtschenko veröffentlichte zudem Bilder, die Aufschriften auf Bomben zeigen.

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    Demnach soll das russische Militär damit auf den Sieg der Ukraine beim Eurovision Song Contest (ESC) reagiert haben. Es war zunächst nicht klar, woher diese Fotos stammten.

    Ukraine
    Stark beschädigte Gebäuden im ukrainischem Mariupol. - AP/dpa

    Auf den mutmasslichen Bomben war demnach auf Russisch zu lesen: «Kalusha, wie gewünscht! Auf Azovstal» und auf Englisch «Help Mariupol – Help Azovstal right now» (auf Deutsch: Helft Mariupol - Helft Azovstal sofort) mit dem Datum 14. Mai. Der Sänger der beim ESC siegreichen Band Kalusha Orchestra hatte auf der Bühne in Turin diese Worte in einem Appell gesagt.

    Phosphorbomben als russischer Gruss zum ESC-Sieg

    In Hasskommentaren war zu lesen, die Phosphorbomben seien der russische Gruss zum ESC-Sieg. Russische Medien berichteten in der Nacht zum Sonntag zwar von dem Sieg, anders als in den Vorjahren durfte das Staatsfernsehen die Show aber nicht zeigen. Russland ist wegen des Angriffskrieges auf die Ukraine vom ESC ausgeschlossen.

    Denken Sie, dass der Ukraine-Krieg bald vorbei sein wird?

    In dem Stahlwerk haben sich nach ukrainischen Angaben rund 1000 Verteidiger von Mariupol verschanzt. Sie lehnen russische Aufforderungen ab, sich zu ergeben.

    Ukraine-Krieg Azovstal
    Ukraine-Krieg: Blick auf das Azovstal-Werk in der Hafenstadt Mariupol. - dpa

    In den russischen Hasskommentaren war mit Blick auf den Beschuss des Stahlwerks auch zu lesen, die Kämpfer hätten nun genug Zeit gehabt, aus der Industriezone herauszukommen. Die ukrainische Regierung hatte erklärt, alles für die Rettung der Verteidiger von Mariupol zu tun.

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