Mann reisst israelische Flagge runter: Staatsschutz ermittelt

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    Ein Mann hat Hausverbot in der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte. Trotzdem versucht er, durch den Eingang zu kommen – und löst einen Polizeieinsatz aus.

    Synagoge in der Oranienburger Strasse
    An der Synagoge in der Oranienburger Strasse gab es einen Polizeieinsatz. (Archivbild) - dpa

    Ein Mann hat vor der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte in der Oranienburger Strasse eine israelische Fahne abgerissen und auf den Boden geworfen. Auf einer Polizeiwache wurden daraufhin seinen Personalien festgestellt. Das teilte die Berliner Polizei mit.

    Der 51-Jährige durfte anschliessend gehen, gegen ihn wird aber wegen der Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten und wegen Hausfriedensbruchs ermittelt. Wegen des naheliegenden politischen Hintergrunds ist der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts dafür zuständig.

    Mann hatte Hausverbot

    Der Mann hatte am Dienstagnachmittag einen Polizeieinsatz ausgelöst, als er die Synagoge betreten wollte, obwohl dort ein Hausverbot gegen ihn besteht. Als ihm daraufhin der Zutritt verwehrt wurde, lief er vor der Synagoge zu einem Gedenkort für die israelischen Geiseln, die sich noch in der Hand der Terrororganisation Hamas befinden. Dort riss er nach Angaben der Polizei eine Flagge des Staates israel ab und warf sie zu Boden.

    Die Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnete Neue Synagoge war das grösste jüdische Gotteshaus Berlins. Es wird unter anderem für Ausstellungen genutzt. Die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum erinnert dort an die Geschichte und das Schicksal der Berliner Juden. Auch jüdische Gottesdienste finden dort wieder statt.

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