London will 1000 Soldaten zusätzlich nach Norwegen verlegen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Grossbritannien,

    Zum besseren Schutz der Arktis und des hohen Nordens will Grossbritannien die Zahl seiner in Norwegen stationierten Soldaten erhöhen.

    Healey
    Der britische Verteidigungsminister John Healey. (Archivbild) - dpa

    Zum besseren Schutz der Arktis und des hohen Nordens will Grossbritannien die Zahl seiner in Norwegen stationierten Soldaten innerhalb von drei Jahren von aktuell rund 1000 auf 2000 verdoppeln. Das werde Verteidigungsminister John Healey heute bei einem Besuch eines britischen Stützpunkts in Norwegen nördlich des Polarkreises ankündigen, wie die Regierung in London mitteilte. Grossbritannien werde sich auch an der geplanten Nato-Mission «Arctic Sentry» (deutsch etwa: Wächter der Arktis) beteiligen.

    «Die Anforderung an die Verteidigung steigen und Russland stellt die grösste Bedrohung der Arktis und des hohen Nordens dar, die wir seit dem Kalten Krieg gesehen haben», erklärte Healey. Der russische Präsident Wladimir Putin baue die militärische Präsenz in der Region schnell aus, «inklusive der Wiedereröffnung alter Stützpunkte aus dem Kalten Krieg».

    Healey werde die Pläne für die neue Nato-Mission morgen bei einem Treffen mit den Verteidigungsministern des Bündnisses in Brüssel erörtern. Mit dem Einsatz will die Nato zur weiteren Deeskalation des bündnisinternen Konflikts um Grönland beitragen. US-Präsident Donald Trump beansprucht die zum Königreich Dänemark gehörende autonome Arktisinsel für die Vereinigten Staaten. Um diesen Anspruch durchzusetzen, drohte er zwischenzeitlich auch europäischen Nato-Verbündeten. Trump hat das Ansinnen unter anderem damit begründet, dass ansonsten Russland oder China zugreifen könnten.

    Nach Angaben aus Kreisen des westlichen Verteidigungsbündnisses sind im Rahmen von «Arctic Sentry» vor allem zusätzliche Patrouillen mit Schiffen und Flugzeugen sowie Übungen zur Steigerung der Präsenz vorgesehen.

    Die britische Regierung erklärte, dass im Rahmen einer kommenden Nato-Übung im März rund 1500 Soldaten zeitweise nach Norwegen verlegt werden. Die Manöver in Norwegen, Finnland und Schweden werden die Fähigkeiten des Bündnisses stärken, wichtige Orte inmitten von Fjorden und Bergen zu verteidigen, wie es weiter hiess.

    London und Oslo hatten erst im Dezember angekündigt, mit einer gemeinsamen Flotte die U-Boot-Abwehr zu verstärken. Das sei die Konsequenz aus der deutlich erhöhten Bedrohung britischer Gewässer durch russische Schiffe, teilte das Verteidigungsministerium in London damals mit.

    Zuletzt war es immer wieder zu Zwischenfällen mit russischen Schiffen und U-Booten gekommen.

    Auch Deutschland hatte mit Grossbritannien Ende vergangenen Jahres eine stärkere Kooperation vereinbart. Deutsche Seefernaufklärer vom Typ P-8 Poseidon – militärische Spezialflugzeuge zum Einsatz gegen U-Boote – sollen künftig von der schottischen Militärbasis Lossiemouth aus starten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1369 (nicht angemeldet)

    Wollen sie dann mit Amerika zusammen für Frieden sorgen? die bösen Europäer fern halten?

    User #1197 (nicht angemeldet)

    Wenn alle ihre Soldaten im Eigenen Land behalten würden, hätte man das Problem nicht.. Aber nein.. die Amis müssen hunderte Basen auf der Welt haben für Ihre eigene Nationale Sicherheit.. schon komisch..

    Weiterlesen

    Chiesa Schnegg
    649 Interaktionen
    Zwei neue Kandidaten
    Sihlquai
    119 Interaktionen
    Tempo-Zoff

    MEHR IN NEWS

    Am Montagabend wurden die Kabinen zur Schwägalp transportiert.
    Neue Kabinen
    Windböe! Fitnesscenter-Dach fliegt weg – und keiner zahlt!
    «Skandal»
    Tessiner Kantonspolizei
    Leventina TI
    Erdbeben
    Nagqu

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    J.K. Rowling
    23 Interaktionen
    London
    foden
    5 Interaktionen
    Nach Finanzskandal
    Football Manager 27
    1 Interaktionen
    Gratis-Test
    Judi Dench
    3 Interaktionen
    Augenerkrankung