Lebensschützer scheitern vor EU-Gericht

    DPA
    DPA

    Luxemburg,

    Lebensschützer der Gruppe «Einer von uns» sind mit ihrem Vorstoss vor dem EU-Gericht gescheitert. Die Gruppe forderte einen Stopp der Finanzierung von Abtreibungen oder Zerstörung von Embryonen.

    Lebensschützer scheiterten mit ihrem Vorstoss vor dem EU-Gericht.
    Lebensschützer scheiterten mit ihrem Vorstoss vor dem EU-Gericht. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lebensschützer sind mit ihrem Vorstoss vor dem EU-Gericht gescheitert.
    • Die Gruppe «Einer von uns» sammelte seit 2012 über eine Million Unterschriften.
    • Der Vorstoss wollte jegliche Finanzierung der Zerstörung von Embryonen, darunter Abtreibungen, verbieten.

    Lebensschützer sind vor dem EU-Gericht mit dem Vorstoss gescheitert, die EU-Kommission zum Stopp jeder Finanzierung von Abtreibungen oder Zerstörung von Embryonen zu zwingen. Die Luxemburger Richter bestätigten am Montag die Entscheidung der Brüsseler Behörde, trotz einer Bürgerinitiative mit mehr als einer Million Unterschriften keinen entsprechenden Vorschlag zu machen.

    Die Gruppe «Einer von uns» hatte die Europäische Bürgerinitiative 2012 gestartet und mehr als die benötigten eine Million Unterstützer in mindestens sieben EU-Ländern gefunden. Sie forderte ein Verbot der Finanzierung von Tätigkeiten, die mit der Zerstörung menschlicher Embryonen verbunden sind, einschliesslich Abtreibungen. Sie bezog dies auf Forschung, Entwicklungshilfe und öffentliche Gesundheitsdienste.

    Ausreichende Rechtslage

    Nach den Regeln der Europäischen Bürgerinitiative musste sich die Kommission offiziell mit dem Anliegen befassen. Sie entschied sich dann jedoch im Mai 2014, keine Gesetzesinitiative vorzulegen. Nach dem Urteil des Gerichts der Europäischen Union durfte sie das.

    Die Kommission hält die Rechtslage für ausreichend. Sie verweist zudem darauf, dass die EU ohnehin keine Zerstörung menschlicher Embyronen finanziere und dies auch kontrolliere. Zudem helfe ihre Politik, die Zahl der Abtreibungen zu verringern. Die Kommission verweist zudem auf Bedürfnisse der Stammzellforschung, die womöglich unheilbare Krankheiten künftig behandeln helfen könnte.

    Urteile
    EU
    Gesundheit
    Wissenschaft
    Forschung
    Menschenrechte
    Europa

    23.04.2018 16:11
    Lebensschützer scheitern vor EU-Gericht
    Luxemburg (dpa) - Lebensschützer sind vor dem EU-Gericht mit dem Vorstoss gescheitert, die EU-Kommission zum Stopp jeder Finanzierung von Abtreibungen oder Zerstörung von Embryonen zu zwingen. Die Luxemburger Richter bestätigten am Montag die Entscheidung der Brüsseler Behörde, trotz einer Bürgerinitiative mit mehr als einer Million Unterschriften keinen entsprechenden Vorschlag zu machen. (Rechtssache T-561/14)

    Die Gruppe «Einer von uns» hatte die Europäische Bürgerinitiative 2012 gestartet und mehr als die benötigten eine Million Unterstützer in mindestens sieben EU-Ländern gefunden. Sie forderte ein Verbot der Finanzierung von Tätigkeiten, die mit der Zerstörung menschlicher Embryonen verbunden sind, einschliesslich Abtreibungen. Sie bezog dies auf Forschung, Entwicklungshilfe und öffentliche Gesundheitsdienste.

    Nach den Regeln der Europäischen Bürgerinitiative musste sich die Kommission offiziell mit dem Anliegen befassen. Sie entschied sich dann jedoch im Mai 2014, keine Gesetzesinitiative vorzulegen. Nach dem Urteil des Gerichts der Europäischen Union durfte sie das.

    Zum einen könne eine Bürgerinitiative die Kommission nicht zwingen, einen Vorschlag zu unterbreiten. Sonst würde der Behörde nach einer erfolgreichen Unterschriftensammlung jedes eigene Ermessen genommen, erklärten die Richter. Auch an der Begründung der Behörde hatte das Gericht nichts auszusetzen.

    Die Kommission hält die Rechtslage für ausreichend. Sie verweist zudem darauf, dass die EU ohnehin keine Zerstörung menschlicher Embyronen finanziere und dies auch kontrolliere. Zudem helfe ihre Politik, die Zahl der Abtreibungen zu verringern. Die Kommission verweist zudem auf Bedürfnisse der Stammzellforschung, die womöglich unheilbare Krankheiten künftig behandeln helfen könnte.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Gesetz von UN kritisiert
    53 Interaktionen
    Christen tanzen für Jesus

    MEHR IN NEWS

    guterres
    UN-Generalsekretär
    syrien
    In Saudi-Arabien
    Barcelona
    In Barcelona
    Vergewaltigung?

    MEHR AUS LUXEMBURG

    Euro Noten
    13 Interaktionen
    Im Euroraum
    9 Interaktionen
    Luxemburg
    luc frieden
    4 Interaktionen
    Luxemburg
    luc
    3 Interaktionen
    Luxemburg