OSZE

    Lawrow kritisiert OSZE

    Sandra Morgenroth
    Sandra Morgenroth

    Malta,

    Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat beim OSZE-Ministerrat in Malta scharfe Angriffe gegen westliche Staaten gerichtet.

    Lawrow
    Sergej Lawrow, Aussenminister von Russland. (Archivbild) - dpa

    Lawrow erklärte, die Prinzipien der Helsinki-Schlussakte seien für die NATO «nur leere Worte». Er sagte, dass die OSZE in keinem Bereich mehr eine sinnvolle Rolle spielen würde.

    Es ist sein erster Auftritt bei einem OSZE-Treffen seit Beginn des Ukraine-Kriegs, berichtet die «Presse». Lawrow warf den westlichen Staaten vor, die menschen- und völkerrechtlichen Prinzipien selektiv anzuwenden.

    Diese Vorgehensweise diene dazu, ihre Hegemonie in Europa und im Indopazifik auszudehnen. Er kritisierte auch die NATO für ihre Luftangriffe auf Serbien im Jahr 1999, ohne die historischen Kontexte zu erwähnen

    Kritik an der NATO und der EU

    Ein weiterer Punkt der Kritik war die Verweigerung des Einreisevisums für seine Sprecherin Maria Sacharowa. Lawrow bezeichnete die Bemühungen westlicher Staaten, die OSZE durch bilaterale Zuwendungen zu unterstützen, als Angriff auf das Konsensprinzip der Organisation.

    Sergej Lawrow
    Sergej Lawrow wirft der EU vor, das «Nazi-Regime in Kiew» zu unterstützen. (Archivbild) - keystone

    Er forderte eine Untersuchung der Nord-Stream-Explosionen sowie der Ereignisse in Butscha, wo er das Massaker als inszeniert darstellte

    Ukrainische Perspektive auf den Konflikt

    Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha wies während der Sitzung auf das Leiden der Zivilbevölkerung hin. Er stellte fest, dass Lawrows Rede dazu diente, «Lügen» zu verbreiten.

    Der amtierende OSZE-Vorsitzende Ian Borg betonte, dass Russland die Grundprinzipien der Organisation verletze und sofort mit dem Krieg aufhören müsse.

    Verfolgst du die Geschehnisse in Russland und der Ukraine?

    Die OSZE befindet sich in einer Krise, da wichtige Führungspositionen vakant sind. Der maltesische Vorsitz hat jedoch Fortschritte im Personalstreit erzielt.

    Der türkische Ex-Aussenminister Feridun Sinirlioğlu soll neuer OSZE-Generalsekretär werden, während andere Positionen ebenfalls neu besetzt werden

    Nächstes Treffen vielleicht in Wien

    Das nächste Jahrestreffen könnte nicht wie gewohnt in Finnland stattfinden, sondern am OSZE-Stammsitz in Wien. Diese Entscheidung muss jedoch von den 57 Mitgliedstaaten genehmigt werden.

    Aussenminister Alexander Schallenberg wies darauf hin, dass trotz grosser Meinungsverschiedenheiten ein Dialog notwendig sei

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    Kommentare

    User #3089 (nicht angemeldet)

    Leider ist es nicht so einfach jemanden in den Knast zu bringen, auch wenn er es verdient hat, deshalb schickt Putin auch nur Lawrow, weil er selbst zu feige ist.

    User #3962 (nicht angemeldet)

    Wär doch jetzt eine gute Gelegenheit gewesen diesen Teufel aus dem Verkehr zu ziehen!

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