Kriegsdienstverweigerer in Russland zündet sich selbst an

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Nach Putins Anordnung einer Teilmobilmachung hat sich in Russland ein junger Mann aus Verzweiflung selbst angezündet.

    Proteste Russland
    Polizisten in Moskau stehen bereit. In Russland gibt es derzeit heftige Proteste gegen Putins Teilmobilmachung. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kremlchef Putin will 300'000 Russen für die Front mobilmachen.
    • Zahlreiche junge Männer protestieren in Russland gegen die Zwangsrekrutierung.
    • Aus Verzweiflung hat sich ein Kriegsdienstverweigerer in Moskau selbst angezündet.

    Aus Verzweiflung über seine drohende Einberufung zum Krieg gegen die Ukraine hat sich ein Mann in Russland Medienberichten zufolge selbst angezündet. Das Medium «Nowaja Gaseta» veröffentlichte am Montag das Video einer Überwachungskamera, auf dem zu sehen ist, wie sich eine Person mit einer Flüssigkeit übergiesst und kurz darauf am ganzen Körper brennt.

    «Ich will nicht an die Front!»

    Augenzeugen zufolge rief der brennende Mann am Busbahnhof in der Stadt Rjasan rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau: «Ich will nicht an die Front!» Polizisten sollen das Feuer gelöscht haben, und der Mann soll verletzt in ein Krankenhaus gekommen sein.

    Über seinen genauen Gesundheitszustand gab es in russischen Medien unterschiedliche Angaben. Offizielle Mitteilungen zu dem Vorfall, der sich bereits am Sonntag ereignet haben soll, gab es zunächst nicht.

    Wladimir Putin
    Wladimir Putin - DPA

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am vergangenen Mittwoch eine Teilmobilmachung von Reservisten angeordnet. Er reagierte damit auf jüngste Niederlagen seiner Armee im Krieg gegen die Ukraine, den Russland vor mehr als sieben Monaten begonnen hat. Offiziell sollen insgesamt 300'000 Russen für die Front eingezogen werden - bei vielen Bürgern löste das Panik aus. Seit Tagen kommt es landesweit immer wieder zu Protesten und Angriffe auf Einberufungsstellen.

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    In der Kleinstadt Tarussa rund 130 Kilometer südlich von Moskau warfen Unbekannte Medienberichten zufolge einen Molotow-Cocktail auf das Gebäude eines Rekrutierungszentrums. In der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus, wo es am Sonntag grössere Proteste gegeben hatte, wurde nun über rund 120 Festnahmen berichtet.

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