Klima-Rebellen sehen sich als Opfer von Fake-News

    Isabelle vom Dahl
    Isabelle vom Dahl

    Deutschland,

    Eine Toilette eines deutschen Hotels wurde verwüstet und mit Fäkalien vollgeschmiert. Hinterlassen wurde ein Flyer von «Extinction Rebellion». Diffamierung?

    novina-hotel
    So schlimm sah die Toilette im Novina-Hotel in Nürnberg aus. - Twitter/@MaiserNik

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Toilette des Novina Hotels in Nürnberg wurde stark verunreinigt und übel zugerichtet.
    • An den Wänden war das Logo der Gruppe «Extinction Rebellion» geschmiert.
    • Die Gruppe der Klima-Aktivisten weist die Vorwürfe allerdings von sich.

    Ein Nürnberger Hotelier erlebte eine sehr unangenehme Überraschung: Eine öffentlich zugängliche Toilette des Novina Hotels war verunreinigt und übel zugerichtet. An den Wänden war das Logo der Klima-Aktivisten«Extinction Rebellion» geschmiert, welche seit Montag weltweit mit Protesten für Furore sorgen.

    Auch ein Flyer lag auf dem Klodeckel.

    Auf Twitter schrieb der Hotelbetreiber seinen Frust von der Seele: «Sieht so euer Verständnis von «Aktivismus» aus? Eine Hoteltoilette mit Fäkalien verwüsten? Bravo! Ihr seid Schweine!»

    Dieser Post ist nicht mehr verfügbar. Original anzeigen

    Der Tweet wurde hunderte Male geteilt und kommentiert. Viele sehen sich darin bestätigt, dass die Klima-Rebellen «Sträftäter» oder sogar «Klimasünder» seien. Andere wiederum zweifeln an der Echtheit.

    Allen voran die Klima-Rebellen selber. «Das ist ganz klar Diffamierung», sagt Alexandra Gavilano von Extinction Rebellion Schweiz auf Anfrage von Nau. «Wir sind gewaltfrei, wir würden das nicht machen», so die Klima-Aktivistin.

    Demnach seien das Leute, die wollen, dass die Bewegung in ein schlechtes Licht gerückt wird.

    «Die Leute können sich informieren und können fragen»

    Natürlich sei so ein Vorfall problematisch. Doch etwas gegen die Vorwürfe machen, will die Bewegung selbst nicht: «Die Leute können sich informieren und können fragen», so Gavilano.

    Alexandra Gavilano, Extinction Rebellion, spricht während einer Demonstration. - keystone

    Die Klima-Aktivistin sorgt sich jedoch darum, dass es mit solchen Aktionen für Aussenstehende einfacher sei, «Extinction Rebellion» als «komische Bewegung» zu betrachten. Und somit das wirkliche Problem nicht anzuschauen.

    Gemäss Gavilano ist es bisher in der Schweiz nicht zu vergleichbaren Fällen gekommen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Extinction Rebellion - Sydney
    72 Interaktionen
    Klima-Protest
    Extinction Rebellion - Berlin
    22 Interaktionen
    Dritter Tag

    MEHR IN NEWS

    Zürich
    Bangkok
    Aarau
    Aarau

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    a
    Krawalle in Deutschland
    pistorius
    5 Interaktionen
    Berlin
    1 Interaktionen
    Frankfurt/Main
    Apple
    1 Interaktionen
    Angriffe