Karamba Diaby: Rassismus nicht kleinreden, negieren oder wegschauen

    Lorin Pulfer
    Lorin Pulfer

    Deutschland,

    Weltweit stehen Kundgebungen und Demonstrationen gegen Rassismus auf dem Tagesprogramm. SPD-Politiker Karamba Diaby nimmt die Gesellschaft in die Pflicht.

    Karamba Diaby
    Karamba Diaby (SPD) spricht in der Debatte im Plenum im Bundestag. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rund um den Globus wird aktuell gegen Rassismus demonstriert.
    • Karamba Diaby appelliert an jeden einzelnen, bei Rassismus nicht wegzuschauen.

    SPD-Politiker Karamba Diaby sieht auch in Deutschland und vielen weiteren Ländern Probleme. Der Staat sei zwar «nicht durch und durch rassistisch», jedoch seien «gefährliche rassistische Tendenzen» vorhanden.

    Viele hätten Mühe, die Ausgrenzung wegen der Herkunft oder des Aussehens als Rassismus zu bezeichnen. «Stattdessen wird von Ausländerfeindlichkeit oder Fremdenfeindlichkeit gesprochen. Das sind falsche Begriffe, die das Problem verniedlichen», sagt Diaby gegenüber dem «Tagesspiegel».

    Das Kleinreden, Negieren oder Wegschauen sei ein absolutes Tabu. Der 58-Jährige nimmt die Gesellschaft in die Pflicht: Es sei «unheimlich wichtig, sich bei einem rassistischen Vorfall mit dem Betroffenen zu solidarisieren».

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