Die Metropolen verlieren in der Pandemie an Attraktivität: Stattdessen möchten viele aufs Land oder in die Kleinstadt.
Idylle im Grünen? Die Kleinstadt Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Idylle im Grünen? Die Kleinstadt Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie könnten viele Menschen aus den grossen deutschen Städten treiben.

Mehr als jeder achte Bewohner einer Stadt mit mehr als einer halben Million Einwohner will diese laut einer Befragung des Münchner Ifo-Instituts und des Immobilienportals Immowelt binnen maximal eines Jahres verlassen und in einer kleinere Stadt oder aufs Land ziehen. Fast die Hälfte davon nennt Corona dabei als wichtigen Grund für die Entscheidung.

Natürlich wisse man nicht, wie viele Menschen dies wirklich in die Tat umsetzten, doch Pläne binnen sechs oder zwölf Monaten die Stadt zu verlassen, könne man durchaus als relativ konkret sehen, sagt Studienautor Mathias Dolls. Alle 13 Prozent würden aber sicherlich nicht die Grossstädte verlassen.

Konkret sagten 5,3 Prozent der Bewohner der grossen Grossstädte innerhalb von 6 Monaten die Stadt verlassen zu wollen, weitere 7,6 Prozent wollen das binnen 12 Monaten tun. Umzüge in andere grosse Grossstädte zählten dabei nicht mit. Ziel waren meistens kleinere Grossstädte oder die Speckgürtel.

Zudem tragen sich noch viele weitere Bewohner der grossen Städte mit Umzugsgedanken. Weitere 18,5 Prozent wollen in den kommenden 2 oder 5 Jahren weg. 24,4 Prozent sagen, ein solcher Umzug käme für sie grundsätzlich infrage. Für die Umfrage wurden im Mai 2021 rund 18'000 Personen befragt.

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