Italien: UNHCR verurteilt rassistische Angriffe

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    Das Uno-Flüchtlingswerk UNHCR hat die Welle rassistischer Angriffe in Italien verurteilt. Es gebe immer mehr Angriffe gegen Migranten.

    Randständige beschmissen Diskuswerferin Daisy Osakue mit Eiern – aus Rassismus.
    Randständige beschmissen Diskuswerferin Daisy Osakue mit Eiern – aus Rassismus. - Twitter/VessSavage

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Uno-Flüchtlingswerk macht auf den Rassismus in Italien aufmerksam.
    • Jüngst wurden sogar Sportlerin Daisy Osakue Opfer rassistischer Attacken.

    «Es gibt immer mehr Attacken gegen Migranten, Asylsuchende, Flüchtlinge sowie italienische Staatsbürger ausländischer Abstammung», hiess es in einer Mitteilung vom Montag.

    «Wir können dieses Eskalieren zügelloser Gewalt nicht dulden», sagte Felipe Camargo, Vertreter für Südeuropa des Uno-Hochkommissariats für Flüchtlinge.

    Sportlerin mit Eiern beworfen

    In der Nacht auf Montag wurde die italienische Sportlerin Daisy Osakue in Moncalieri in der norditalienischen Region Piemont angegriffen. Die Diskuswerferin mit nigerianischen Wurzeln wurde von einem vorbeifahrenden Auto von Unbekannten mit Eiern beworfen. Die 22-Jährige, deren Eltern seit 24 Jahren in Italien leben, wurde an einem Auge verletzt und musste im Spital behandelt werden. Die Polizei ermittelt in dem Fall.

    Sozialdemokraten-Chef Maurizio Martina rief zu einer Solidaritätskundgebung für die Athletin und gegen jede Form von Rassismus auf. «Überall in Italien mehren sich rassistische Vorfälle, doch Innenminister Matteo Salvini leugnet das», kommentierte Martina.

    Zahlreiche Solidaritätserklärungen trafen bei Osakue ein. «Die Regierung darf das Phänomen Rassismus nicht ignorieren. Wir müssen menschlich bleiben», so Ex-Premier Matteo Renzi auf Twitter.

    Für Salvini kein Rassismus

    Innenminister Matteo Salvini bestritt, dass Italien einen «Rassismus-Notstand» erlebe. Er wünschte Osakue eine baldige Genesung. «Ich hoffe, sie bald zu treffen», sagte der Chef der rechtsextremen Lega. Er verteidigte seine Einwanderungspolitik.

    «Angreifen und schlagen ist ein Verbrechen, dieses Verhalten muss bestraft werden. Aber die Italiener und die Regierung wegen einiger weniger Vorfälle des Rassismus zu bezichtigen, ist verrückt. Täglich begehen Ausländer in Italien etwa 700 Verbrechen pro Tag, das sind fast ein Drittel aller Delikte», behauptete Salvini.

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