Helfer: Festsitzenden Afghanen an Polens Grenze geht es schlecht

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    Polen,

    Der Gesundheitszustand einer seit Wochen an der Grenze Polens zu Belarus festsitzenden Gruppe von Migranten aus Afghanistan hat sich nach Angaben einer Hilfsorganisation verschlechtert.

    Afghanische Flüchtlinge auf dem Kabuler Flughafen
    Afghanische Flüchtlinge auf dem Kabuler Flughafen - US MARINE CORPS/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Viele klagen über Fieber, Erbrechen und Durchfall», sagte Sprecherin Kalina Czwarnog von der Hilfsorganisation «Ocalenie» (Rettung) am Montag der Nachrichtenagentur DPA.

    Ein Krankenwagen sei vom polnischen Grenzschutz nicht zu den Erkrankten vorgelassen worden.

    Bei der Gruppe handelt es sich nach Angaben der Hilfsorganisation um 32 Menschen aus Afghanistan, darunter fünf Frauen. Sie kampieren seit fast drei Wochen in einem Wald bei dem Dorf Usnarz Gorny. Polen hat das Gebiet mit Grenzschützern, Polizisten und Soldaten abgeriegelt und lässt die Flüchtlinge nicht ins Land. Der Grenzschutz beziffert ihre Zahl mit 28.

    Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik. Zunächst hatte dadurch vor allem Litauen mit einem Andrang von Migranten aus dem Nahen Osten zu kämpfen. Zuletzt nahm auch der Druck auf Polen zu.

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