Hagen: Fünfjähriger aus verwahrloster Wohnung gerettet

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    In Hagen (D) wurde ein fünfjähriges Kind aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet. Nachbarn haben das Kind auf dem Dach entdeckt und die Polizei gerufen.

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    Die Polizei bestätigte, dass die Tatwaffe legal dem 63-jährigen Verdächtigen gehörte. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Hagen wurde ein verwahrlostes fünfjähriges Kind in Obhut genommen.
    • Nachbarn haben das Kind auf dem Dach gesehen und die Polizei gerufen.
    • Das Kind wurde in eine städtische Einrichtung gebracht.
    • Im Zimmer des Kindes war lediglich eine Matratze und ein Eimer für seine Notdurft.

    Ein fünfjähriger Junge ist von Polizei und Jugendamt im nordrhein-westfälischen Hagen aus verwahrlosten Lebensumständen geholt und in Obhut genommen worden. Nachbarn hätten das Kind am Sonntagmorgen auf dem Dach und in der Dachrinne eines viergeschossigen Hauses klettern sehen. Dies teilte die Polizei am Dienstag mit.

    Hagen: Jugendamt wurde gerufen

    Als die Polizei eintraf, war der Junge durch das Fenster bereits wieder in sein Zimmer gelangt. Er habe offenbar eingeschlossen im Kinderzimmer gelebt, in dem sich nur eine Matratze und ein Eimer für seine Notdurft befanden. Das Kind sei äusserlich unverletzt gewesen und habe auch nicht krank gewirkt, schilderte der Sprecher auf dpa-Anfrage. Mehrere Medien hatten über den Fall berichtet.

    Als die Beamten eintrafen, öffneten Mutter und Stiefvater die Wohnungstür. Sie schlossen die Kinderzimmertür auf, wo die Polizei auf den eingesperrten Fünfjährigen stiessen.

    «Die Gesamtumstände, die Zustände in der Wohnung und in dem Zimmer veranlassten die Beamten, das Jugendamt zu rufen.» Eine Mitarbeiterin des Amts habe sich selbst ein Bild von der Lage gemacht. Das Kind wurde in einer städtischen Einrichtung untergebracht.

    Gegen Mutter wird ermittelt

    Es werde nun gegen die 22 Jahre alte Mutter wegen Freiheitsberaubung und Verletzung der Fürsorgepflicht ermittelt. Sie wurde nicht festgenommen. Gegen den Stiefvater, der auch in der Wohnung lebt, wird laut Polizei nicht im Zusammenhang mit dem Jungen ermittelt.

    Medienberichten zufolge soll die Mutter den Jungen von der Kita abgemeldet haben. Nachbarn hätten berichtet, dass der Fünfjährige wiederholt um Essen gebeten habe. Dazu äusserte sich die Polizei nicht.

    Im Dachgeschoss des Hauses in Hagen sollen sich zudem einige Cannabispflanzen befinden. Eine Polizeisprecherin sagte, der Stiefvater sei deswegen angezeigt worden.

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