Frankreich streitet erneut über Burkinis – Grenoble plant Erlaubnis

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    Grenoble berät am Montag über die Zulassung von Burkinis in öffentlichen Schwimmbädern. Dies sorgt in ganz Frankreich für neue Diskussionen.

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    Eine Schülerin in einem Burkini blickt in einem Hallenbad aufs Wasser. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Thema Burkinis sorgt in Frankreich wieder für Meinungsverschiedenheiten.
    • Grund dafür ist eine geplante Zulassung der Badeanzüge in Grenoble.
    • Bereits im Sommer 2016 sorgten die Burkinis für eine hitzige Debatte im Land.

    Die französische Grossstadt Grenoble will an diesem Montag über eine Zulassung von muslimischen Ganzkörperbadeanzügen, den sogenannten Burkinis, in öffentlichen Schwimmbädern beraten. Mit der geplanten Änderung der Schwimmbadordnung hat der grüne Bürgermeister der Stadt, Éric Piolle, eine erneute landesweite Burkini-Debatte losgetreten.

    Kritiker sprechen von einer schleichenden Islamisierung, während Piolle Frauen die Entscheidung selbst überlassen will, im Wasser so viel oder wenig zu tragen, wie ihnen passt. Oben ohne soll ebenfalls künftig erlaubt sein.

    Präfekt Laurent Prévost kündigte am Sonntagabend gerichtliche Schritte an, sollte es grünes Licht für das Tragen von Burkinis in öffentlichen Bädern in Grenoble geben.

    Burkinis sorgten bereits 2016 für heftige Debatte in Frankreich

    Gemäss der Anweisungen, die er vom Innenminister Gérald Darmanin erhalten habe, werde er vor das Verwaltungsgericht ziehen, um eine Aussetzung der Regelung zu erwirken.

    Um Burkinis gab es bereits im Sommer 2016 einen heftigen Streit in Frankreich, örtlich auch Verbote. Der Staatsrat erklärte schliesslich ein kommunales Burkini-Verbot, wie es an der Côte d'Azur erlassen worden war, für rechtswidrig. Um Burkinis weiterhin von Stränden und aus Bädern zu verbannen, bedienten Kommunen sich danach Begründungen der Hygiene und der Sicherheit.

    Frankreich versteht sich als laizistisches Land, in dem eine strikte Trennung von Staat und Religion herrscht. Der Umgang mit religiösen Symbolen in der Öffentlichkeit sorgt immer wieder für Kontroversen, vor allem im Zusammenhang mit dem Islam.

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    Kommentare

    User #4246 (nicht angemeldet)

    Wenn ich in die Moschee mit einem Minirock gehen darf, dann können sie auch hier Muslime mit Bikini in Schwimmbädern erlauben aber wirklich nur dann, dann ist es Gleichberechtigung

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