Fluggesellschaften verzichten auf irreführende Klima-Versprechen

Keystone-SDA
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Belgien,

Mehrere europäische Fluggesellschaften verzichten nach Greenwashing-Vorwürfen auf irreführende Nachhaltigkeitsangaben.

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21 Europäische Airlines stoppen nach den Greenwashing-Vorwürfen die irreführenden Klimaangaben. (Symbolbild) - keystone

Lufthansa, Eurowings, Ryanair und 18 weitere europäische Fluggesellschaften verzichten künftig auf mutmasslich irreführenden Aussagen zur Nachhaltigkeit von Flügen. Die Entscheidung folgt nach Vorwürfen des Greenwashing.

Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, verpflichten sich die Airlines nicht mehr zu behaupten, dass sie die Emissionen eines bestimmten Fluges durch finanzielle Beiträge der Passagiere neutralisieren, kompensieren oder direkt reduzieren.

Ausserdem soll die Bezeichnung «nachhaltiger Flugkraftstoff» nur noch mit angemessener Klarstellung verwendet und auf vage «grüne Sprache» verzichtet werden.

CO2-Kompensation bei Flügen: Klimaschutz durch Aufforstung

Bei Flügen wird die Umwelt durch Treibhausgase und weitere Emissionen stark belastet. Viele Fluggesellschaften bieten bei der Buchung eine Kompensation an – oft eine finanzielle Unterstützung eines Klimaschutzprojektes wie Aufforstung.

Das von Kritikern als «Ablasshandel» bezeichnete System gilt aber nicht als richtige Kompensation, da nicht der eigene konkrete CO2-Ausstoss ausgeglichen, sondern allgemein zum Klimaschutz beigetragen wird. Für Flugreisende entstehe der Eindruck, sie würden klimaneutral fliegen.

«Ausgezeichnete Nachrichten», hiess es nun vom europäischen Verbraucherschutzdachverband Beuc. Generaldirektor Agustín Reyna sagte: «Es war höchste Zeit, dass die Fluggesellschaften aufhören, das Fliegen als eine nachhaltige Option darzustellen. »Grüne Tarife« zu bezahlen, um Bäume zu pflanzen, kann niemals garantieren, dass Flugzeugemissionen aus der Luft entfernt werden. Dieses gewinnorientierte Geschäft hilft weder den Verbrauchern noch der Umwelt

Kommentare

User #4550 (nicht angemeldet)

Lügen haben kurze Beine...

User #5723 (nicht angemeldet)

Friedrich der Grosse (1.90 m) sieht das ganz anders... Kanzler-Hilferuf am Amazonas: So will Merz das Klima retten ...und fliegt dafür mit ein paar tausend anderen politischen "Klimaretter/-innen" ausgerechnet in den schützenswerten Amazonas. Irrer geht in der Politik immer.

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