Eurowings

    Eurowings: Neuer Pilotenstreik gefährdet Arbeitsplätze

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Zum Wochenstart sollen die Maschinen der Lufthansa-Tochter still stehen. Die Fluggesellschaft geht die Gewerkschaft deshalb heftig an.

    Die Pilotenvereinigung Cockpit hat erneut zu einem Streik bei der Lufthansa-Tochter Eurowings aufgerufen.
    Die Pilotenvereinigung Cockpit hat erneut zu einem Streik bei der Lufthansa-Tochter Eurowings aufgerufen. - Bernd Weissbrod/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Fluggesellschaft Eurowings sieht durch die von der Vereinigung Cockpit (VC) für die kommende Woche angekündigten Pilotenstreiks Arbeitsplätze bei der Lufthansa-Tochter bedroht.

    «Die VC gefährdet mit der neuerlichen Streikdrohung mutwillig die Zukunft der Eurowings Deutschland», sagte Eurowings-Geschäftsführer Kai Duve am Samstag. Die Gewerkschaft zwinge Eurowings damit unausweichlich in eine Schrumpfung des deutschen Flugbetriebs und gefährde Arbeitsplätze - nicht nur im Cockpit.

    Die Vereinigung Cockpit hat die Eurowings-Piloten aufgerufen, von Montag 00.00 Uhr bis einschliesslich Mittwoch (19.10.) ihre Arbeit niederzulegen. Grund sei das unzureichende Angebot der Arbeitgeberseite zum Manteltarifvertrag, erklärte die Gewerkschaft am Freitagabend in Frankfurt. Duve kündigte an: «Wir tun alles in unserer Macht stehende, um die Auswirkungen dieses Streiks so gering wie möglich zu halten, inklusive der Umbuchung auf Partner-Airlines der Lufthansa Group.»

    Forderung nach mehr Ruhezeiten

    Die Piloten hatten bereits am 6. Oktober den Flugbetrieb der Eurowings in einer ersten Welle bestreikt und rund die Hälfte der geplanten Flüge ausfallen lassen. Durchschnittlich führt die Lufthansa-Tochter täglich rund 500 Flüge zu Reisezielen in Deutschland und Europa durch. Zehntausende Passagiere mussten deshalb auf andere Flüge oder die Bahn ausweichen - oder ihre Reise verschieben.

    Der Gewerkschaft geht es in dem Streit um die Reduzierung der Arbeitsbelastung der Beschäftigten im Cockpit. Die maximalen Flugdienstzeiten müssten begrenzt und Ruhezeiten verlängert werden, verlangt die Gewerkschaft. Sie bezeichnete das jüngste Angebot der Geschäftsführung als unzureichend und nicht verhandlungsfähig. Die Verhandlungen seien daher gescheitert.

    Duve widersprach dieser Darstellung allerdings entschieden. Das Unternehmen habe der Gewerkschaft ein Entlastungspaket unterbreitet, das in der Branche einzigartig sei. «Von 14 zusätzlich geforderten freien Tagen pro Jahr haben wir zehn Tage mehr bereits angeboten, darüber hinaus eine Reduktion der Wochenarbeitszeit um zwei volle Stunden», erklärte der Manager. Wer in diesem Entgegenkommen kein verhandlungsfähiges Angebot sehen wolle, habe jedes Mass und jede Mitte verloren.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Elon Musk
    Starlink im Wallis?
    Christoph Blocher. - zVg
    Christoph Blocher

    MEHR IN NEWS

    Das kostet eine Woche Parkieren am Flughafen Zürich
    Kleines Vermögen
    «Schule Sternmatt 1 prägender Ort für Baar» -
    Fertig saniert
    Kirchberg (15)
    Kirchberg SG

    MEHR EUROWINGS

    Krieg
    3 Interaktionen
    Köln
    Eurowings Flugzeug
    6 Interaktionen
    Lufthansa-Tochter
    eurowings
    Mehr Komfort

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    91 Interaktionen
    Neue Umfrage
    56 Interaktionen
    Bremen
    Timmy
    Millionen-Klage
    9 Interaktionen
    Unna/Hagen