EU überprüft Beziehungen zu Tansania wegen Schwulenverfolgung

    DPA
    DPA

    Belgien,

    In Tansania ist die Homosexualität nicht nur ein Tabu-Thema – sie ist gänzlich verboten. Das ruft in der EU Besorgnis hervor.

    Regenbogenflagge
    Eine Regenbogenflagge weht im Wind. - pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EU überprüft ihre Verbingung zu Tansania.
    • Grund dafür ist die besorgniserregende Situation von LGBTI-Menschen im Land.

    Die Europäische Union stellt wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen ihre Beziehungen zu Tansania auf den Prüfstand. Man sei zutiefst besorgt über die Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Intersexuellen in dem ostafrikanischen Land, teilte die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini am Donnerstag im Namen der Mitgliedstaaten mit. Bereits seit mehreren Jahren würde auch verstärkte Einschränkungen für Medien, politische Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen beobachtet.

    Zudem verwies Mogherini darauf, dass zuletzt sogar der EU-Botschafter dazu genötigt wurde, das Land zu verlassen. All das habe dazu geführt, dass die EU und Mitgliedstaaten nun entschieden hätten, ihre Tansania-Politik einer umfassenden Überprüfung zu unterziehen. Diese könnte theoretisch in einer Einschränkung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit münden.

    Zu den von der EU kritisierten Vorgängen in Tansania zählt eine Kampagne des Gouverneurs der Grossstadt Daressalam. Dieser hatte auf der Basis anonymer Hinweise eine Liste von 200 angeblich homosexuellen Menschen erstellen lassen. Sollte sich deren Homosexualität beweisen lassen, würden sie angeklagt werden, sagte der Gouverneur.

    Homosexualität ist in Tansania – wie in vielen afrikanischen Ländern – verboten. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 30 Jahre Haft, es kommt jedoch selten zu einer Strafverfolgung.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Regenbogenflagge
    1 Interaktionen
    Gegen Homosexuelle
    1 Interaktionen
    In Taiwan

    MEHR IN NEWS

    Geschäft
    2 Interaktionen
    Ein Drittel mehr
    auto
    17 Interaktionen
    Nachfrage steigt
    Christa Pike (50)
    Hinrichtungs-Panne

    MEHR AUS BELGIEN

    Ursula von der Leyen
    48 Interaktionen
    Brüssel
    ukraine von der Leyen
    34 Interaktionen
    Haushaltsloch
    3 Interaktionen
    Vernetzung?
    10 Interaktionen
    Utrecht/ Brüssel