Erste Handelsketten mit Schutzmasken «zum Selbstkostenpreis»

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    Viele Ketten wollen den Mund-Nasen-Schutz rasch in ihr Angebot aufnehmen. Aldi Süd hat bereits damit angefangen.

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    Schutzmasken werden in einer Filiale von Aldi Süd verkauft. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Erste Handelsketten in Deutschland bieten seit dieser Woche Schutzmasken «zum Selbstkostenpreis» an.

    Aldi Süd begann am Mittwoch in ersten Filialen mit dem Verkauf von 10er-Sets, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte.

    Der Konkurrent Lidl wird nach eigenen Angaben ab Donnerstag in allen rund 3200 Filialen Einwegmasken in 50er-Packs verkaufen. Rewe, Penny und toom wollen ab Samstag schrittweise mit dem Verkauf von Schutzmasken beginnen. Auch Edeka bringt nach eigenen Angaben Zug um Zug Masken in seinen Märkten in den Verkauf.

    «Aufgrund der aktuellen Corona-Situation bietet Lidl die Vorratspackungen zum Selbstkostenpreis an», betonte der Discounter. Das 50er-Pack Einwegmasken soll 33 Euro kosten. Aldi Süd verzichtet nach eigenen Angaben ebenfalls auf eine Gewinnmarge und verkauft das 10er-Set für 6,99 Euro. Und auch die Rewe-Gruppe will die Masken «zum Selbstkostenpreis» verkaufen: 25 Stück sollen 16,99 Euro kosten.

    Lidl verfügt nach eigenen Angaben zunächst über einen Vorrat von 14 Millionen Einwegmasken. Verkauft werde solange der Vorrat reicht - pro Einkauf und Kunde allerdings nur eine Packung. Die Rewe-Gruppe hat nach eigenen Angaben «eine mittlere zweistellige Millionenzahl von Masken geordert». Edeka stehen nach eigenen Angaben bis nächste Woche für die Ausstattung der eigenen Mitarbeiter und den Verkauf an Kunden annähernd 20 Millionen Masken zur Verfügung.

    Auch Aldi Nord will den Kunden bald Einweg- oder Textilmasken zum Kauf anbieten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Allerdings konnte der Discounter noch keine Auskunft zum Verkaufsstart oder zum Preis machen. Die Drogeriemarktkette Rossmann will noch in dieser Woche in ersten Filialen Schutzmasken anbieten.

    Der Rossmann-Rivale dm beschränkt sich vorläufig noch darauf, Kunden ohne Schutzmasken vor dem Betreten der Läden einzelne Masken zum Preis von einem Euro zu verkaufen. «Ein regulärer Verkauf von Mundschutzmasken kann momentan in der derzeitigen Ausnahmesituation nicht gewährleistet werden», betonte dm-Chef Christoph Werner. Die Beschaffung der Produkte sei aufgrund der weltweiten Nachfrage sehr schwierig. Die Mundschutzmasken der dm-Marke Mivolis seien bis auf Weiteres nicht mehr verfügbar, da diese in Frankreich produziert würden und daher von dem per Dekret beschlossenen Exportstopp für Atemschutzmasken der französischen Regierung betroffen seien.

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