EGMR verurteilt Russland wegen Menschenrechtsverletzungen auf Krim

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Frankreich,

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Russland aufgrund von Verstössen auf der Krim verurteilt.

    ukraine krim
    Blick auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim, die 2014 von Russland annektiert wurde. (Archivbild) - keystone

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Russland wegen Menschenrechtsverletzungen auf der Krim nach der Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel verurteilt. Dies entschieden die Richter am Dienstag in Strassburg und gaben damit einer Klage der Ukraine statt. Die Auswirkungen der Entscheidung dürften begrenzt sein: Russland erkennt die Urteile des Gerichtshofs nicht an.

    Das Land wurde wegen seines seit Februar 2022 andauernden Angriffskrieges gegen die Ukraine aus dem Europarat ausgeschlossen. Damit ist es auch kein Mitglied der Europäischen Menschenrechtskonvention mehr, für deren Einhaltung der Gerichtshof sorgt. Dieser kann aber weiterhin über Vorfälle entscheiden, die bis zu sechs Monate nach dem Ausschluss geschehen sind. Europarat, Menschenrechtskonvention und Gerichtshof sind unabhängig von der EU.

    Konsequenzen des Ausschlusses

    Russland hat die ukrainische Krim im Jahr 2014 völkerrechtswidrig annektiert und hält die Halbinsel seither besetzt. Bei der nun anstehenden Entscheidung ging es nicht um die Annexion selbst, sondern um das Verhalten russischer Truppen im Anschluss. Die Ukraine beklagte unter anderem Verschleppungen, unrechtmässige Inhaftierungen, Misshandlungen sowie die Unterdrückung der ukrainischen Medien und der ukrainischen Sprache in Schulen.

    Ausserdem habe Moskau proukrainische Aktivisten nicht nur auf der Krim, sondern in der gesamten Ukraine und in Russland verfolgt. Die Richter folgten dem grösstenteils. Sie stellten einstimmig fest, dass Russland auf der Krim unter anderem gegen das Recht auf Leben, gegen das Verbot unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung und gegen die Meinungsfreiheit verstossen hat. Es gebe genügend Beweise dafür, dass dahinter ein Muster stecke und die Vorfälle auf der Krim von den russischen Behörden geduldet worden seien.

    Kommentare

    User #5423 (nicht angemeldet)

    Menschenrechte in einer Diktatur egal welcher Art ob politisch, religiös oder finanzgesteuert gibt es nicht. Jede Bevölkerung die das einfach hinnimt ohne etwas dagegen zu unternehmen ist mitverantwortlich.

    Weiterlesen

    22 Interaktionen
    Auf Krim
    Thurgau Travel
    8 Interaktionen
    Keine 0815-Reise

    MEHR IN NEWS

    Bern
    2 Interaktionen
    Zürich
    Nepal
    3 Interaktionen
    Multiple Krisen
    waffen
    1 Interaktionen
    New York

    MEHR AUS FRANKREICH

    Papst
    5 Interaktionen
    Paris
    Papst Leo XIV.
    6 Interaktionen
    Trumps Medienkrach
    3 Interaktionen
    Paris