Diese Regeln haben die Reform der Rechtschreibereform überlebt
1998 trat in den deutschsprachigen Ländern eine Reform der Rechtschreiberegeln in Kraft. Mehrere Neuerungen wurden aber nach Kritik zurückgenommen. Folgende Regeln der Rechtschreibereform haben überlebt, wie der deutsche Rechtschreibeexperte Christian Stang schreibt:

- Möglichst alle Wörter einer Wortfamilie werden gleich geschrieben: platzieren statt plazieren, Potenzial neben Potential, Albtraum neben Alptraum, behände statt behende, Gämse statt Gemse. Ausserdem: Schifffahrt statt Schiffahrt, Känguru statt Känguruh.
- Viele Fremdwörter können eingedeutscht geschrieben werden: Orthografie neben Orthographie, Paragraf neben Paragraph. Doch bleiben Orthographie und Paragraph weiterhin gültig. Das gilt etwa auch für schweizerischen Formen, die an der französischen Form festhalten (Communiqué – in Deutschland Kommuniqué). Neu nicht mehr gültig ist Photographie (nur noch Fotografie).
- Wörter mit «st» und «ck» werden nicht mehr so umständlich getrennt wie früher (Fen-ster, Bäk-ker), sondern neu als Fens-ter und Bä-cker. Zusammensetzungen, die nicht mehr als solche erkannt werden, können wie einfache Wörter getrennt werden: Hek-tar (oder Hekt-ar), Manus-kript (oder Manu-skript).
- Tageszeiten werden nach Adverbien wie «heute» oder «morgen» neu konsequent grossgeschrieben: heute Mittag statt heute mittag.
- Verbindungen mit «irgend» werden neu generell zusammengeschrieben: irgendjemand, irgendetwas. Bei verschiedenen Grenzfällen sind zwei Varianten möglich: mit Hilfe von ist ebenso gültig wie mithilfe von.
- Zusammensetzungen mit Ziffern erhalten seit der Rechtschreibereform einen Bindestrich: Der 18-Jährige, 100-prozentig.
- Hauptsätze, die mit «und» beziehungsweise «oder» verbunden sind, können, aber müssen nicht mehr mit Komma voneinander getrennt werden: Kira arbeitet auf dem Notebook(,) und Mike liest ein Buch.






