Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, hat eine stärkere Beteiligung von Reichen bei der Bewältigung der Lasten des Ukraine-Krieges gefordert.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht vor allem die reiche Bevölkerung in der Pflicht, mehr Lasten zu schultern. Zugleich setzt sich der DGB für den Inflationsausgleich und die 4-Tage-Woche ein. (Archivbild)
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht vor allem die reiche Bevölkerung in der Pflicht, mehr Lasten zu schultern. Zugleich setzt sich der DGB für den Inflationsausgleich und die 4-Tage-Woche ein. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/DPA-Zentralbild/MICHAEL REICHEL

Das Wichtigste in Kürze

  • «Reiche müssen bei der Finanzierung des Gemeinwesens mehr schultern», sagte Hoffmann den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft.

Der DGB-Chef kündigte zugleich an, dass die Gewerkschaften trotz der schwierigeren Lage in den bevorstehenden Tarifverhandlungen einen Ausgleich für die hohe Inflation fordern.

«Alle Gewerkschaften haben den Anspruch, Realeinkommen zu sichern und an den Produktivitätsgewinnen der Firmen teilzuhaben», sagte Hoffmann. Das werde unter den jetzigen Bedingungen deutlich anspruchsvoller.

Am 9. Mai soll der DGB-Bundeskongress die SPD-Bundestagsabgeordnete Yasmin Fahimi zu seiner Nachfolgerin wählen. Der 66-jährige Hoffmann geht in Ruhestand. Er sieht grosse Herausforderungen auf alle Gewerkschaften zukommen. «Die Menschen haben Zukunftssorgen und wollen soziale Gerechtigkeit», sagte der Gewerkschaftschef.

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