Deutsches Segelschiff rettet 34 Migranten

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    Italien,

    Ein deutsches Segelschiff konnte 34 in Seenot geratene Migranten retten und an Land bringen. Zuvor hatten die Besatzung und die Geretteten mehr als 40 Stunden auf dem Meer ausharren müssen.

    Menschen liegen in Rettungsdecken gehüllt an Bord der «Nadir». Foto: Elena Kloppmann/RESQSHIP e.V. /dpa
    Menschen liegen in Rettungsdecken gehüllt an Bord der «Nadir». Foto: Elena Kloppmann/RESQSHIP e.V. /dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das deutsche Segelschiff «Nadir» des Hamburger Vereins ResQship hat im Mittelmeer 34 Menschen aus Seenot gerettet und nach langem Warten an Land gebracht.

    Am späten Dienstagabend durfte das Schiff im Hafen von Lampedusa anlegen, wie Gerhard Trabert, der Mediziner der Hilfsorganisation, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Alle 34 Migranten, darunter 15 Kleinkinder und eine hochschwangere Frau, wurden auf der italienischen Insel versorgt. Ein vier Jahre altes Kind habe an Bord Fieber bekommen, berichtete der Arzt.

    Die «Nadir» hatte die Menschen in der Nacht von Sonntag auf Montag von zwei überfüllten Glasfaserbooten gerettet. Das 19 Meter lange Segelboot sei für Beobachtungsmissionen geeignet, nach einer Erstversorgung der Geretteten aber eigentlich auf die Hilfe anderer Schiffe angewiesen. Am Abend schaffte es die «Nadir» dann doch selbst in einen Hafen; Lampedusa lag der Bergungsstelle am nächsten.

    Zuvor hatten die Besatzung und die Geretteten mehr als 40 Stunden auf dem Meer ausharren müssen. ResQship beklagte, dass sich zunächst weder Malta - in dessen Such- und Rettungszone (SAR) die beiden Boote getrieben hatten - noch Italien oder Deutschland um Hilfe gekümmert hätten. Die Situation auf dem Boot sei kritisch gewesen, die schwangere Frau habe Kreislaufprobleme gehabt und immer wieder das Bewusstsein verloren, teilten die Retter mit. Schlechte Wetterprognosen mit Wind und hohen Wellen machten zudem Sorgen.

    Derweil wartete die «Sea-Watch 3» der Berliner Hilfsorganisation mit mehr als 400 Menschen an Bord weiter auf die Zuweisung an einen sicheren Hafen. «Wir haben viele Kinder & Jugendliche und Personen mit Treibstoffverbrennungen an Bord», twitterte Sea-Watch, nachdem am Wochenende und Montag sieben Einsätze absolviert worden waren. Am Dienstag brachte die Küstenwache dann drei verletzte Frauen an Land.

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