Deutscher ESC-Boykott bei Ausschluss Israels gefordert

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Der deutsche CDU-Fraktionschef Jens Spahn fordert, dass Deutschland den ESC 2026 boykottiert, sollte Israel von dem Wettbewerb ausgeschlossen werden.

Jens Spahn
CDU-Fraktionschef Jens Spahn fordert, dass Deutschland den ESC 2026 boykottiert, falls Israel nicht am Wettbewerb teilnehmen darf. (Archivbild) - keystone

Der Fraktionschef der deutschen CDU, Jens Spahn, fordert, dass Deutschland den Eurovision Song Contest 2026 boykottiert, falls Israel ausgeschlossen würde. «Wenn Israel ausgeschlossen wird, muss Deutschland raus sein», sagte er am Freitag im «ARD Interview der Woche».

Spahn spricht sich im Fall eines Ausschlusses auch für finanzielle Konsequenzen aus. Der ESC sei in nicht geringem Masse aus Deutschland finanziert – «und uns ist Solidarität mit Israel wichtig». Der CDU-Politiker ergänzte: «Das heisst übrigens nicht, dass man jede Entscheidung der israelischen Regierung richtig findet. Aber der ESC ist nicht das richtige Forum, damit umzugehen.»

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) will im Dezember über die künftige Teilnahme Israels abstimmen. Die Abstimmung war ursprünglich im November geplant, wurde wegen der Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas jedoch verschoben. Über einen möglichen deutschen Boykott des ESC müsste der verantwortliche Südwestrundfunk (SWR) entscheiden.

Israel beim ESC: Boykottdrohungen nach Gaza-Offensive

Das Vorgehen Israels im Gazastreifen nach dem Angriff der Hamas im Oktober 2023 hatte in vielen Ländern eine Debatte über eine israelische Teilnahme am ESC ausgelöst. Mehrere Länder, darunter Spanien, Irland und die Niederlande, drohten mit einem Boykott des Wettbewerbs, sollte Israel auch im kommenden Jahr dabei sein. Deutschland und andere Länder sprachen sich allerdings gegen einen Ausschluss Israels aus.

Bereits die vergangenen beiden ESC-Wettbewerbe in Malmö und in Basel waren von Kontroversen über Israels Vorgehen im Gazastreifen überschattet. In Basel siegte in diesem Jahr der österreichische Sänger JJ.

Er sicherte Österreich damit das Recht, den ESC 2026 auszurichten. Das Finale im Mai in Wien wird die 70. Ausgabe des Musikwettbewerbs sein. Üblicherweise nehmen daran mehr als 35 Länder teil. Finanziert wird der ESC von den EBU-Mitgliedern.

Kommentare

User #6264 (nicht angemeldet)

Länder welche sich im Krieg befinden sollten nicht mitmachen dürfen! Egal welche Seite. Egal welches Land.Nur so kann man für das was der Esc steht auch ernstnehmen. Alles andere ist scheinheilig und nicht fair.die Veranstaltung sollte ein zusammensein mit Musik und Frieden sein und vor allem neutral. Hat den Israel mehr Rechte? Mit etwas Anstand und Respekt den anderen Länder gegenüber sollten sie von sich aus sich zurückziehen und es nicht noch politisch aufheizen

User #3992 (nicht angemeldet)

Hast du letztes Jahr die Zuschauerzahlen ? Also lass nicht so einen Mist raus!

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