Regierung

    Deutsche Regierung beschliesst Austritt aus Energieabkommen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Die deutsche Regierung hat den Austritt Deutschlands aus einem umstrittenen internationalen Energieabkommen beschlossen. Konkret geht es um den Energiecharta-Vertrag. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach am Mittwoch von einem wichtigen Schritt für mehr Klimaschutz.

    Bundestag
    Der deutsche Bundestag. - AFP/Archiv

    «Der Energiecharta-Vertrag war und ist ein Hindernis für die Energiewende und ist schlicht nicht vereinbar mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens.» Die Ausstiegsfrist betrage allerdings 20 Jahre, das sei eine «bittere Nachricht», sagte Habeck.

    Das Abkommen steht bei den Grünen und Umweltorganisationen schon länger in der Kritik. Es erlaubt Investoren etwa Klagen gegen Staaten vor Schiedsgerichten. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Julia Verlinden, nannte den Energiecharta-Vertrag ein überflüssiges Relikt aus dem fossilen Zeitalter. «In Zeiten der Klimakrise ist es absurd, dass Unternehmen ausbleibende Gewinne aus fossilen Investitionen sowie Entschädigungen für Kohle- und Atomausstiege einklagen können.»

    Der Ausstieg aus dem Vertrag gehört zu einer Einigung der Ampel-Koalitionsfraktionen über eine Neuausrichtung der Handelspolitik, die das Kabinett nun bestätigte. Dazu gehört auch, dass die Fraktionen nach langer Kritik der Grünen den Weg frei machten für eine Ratifizierung des EU-Handelsabkommens mit Kanada (Ceta). Darüber soll am Donnerstag der Bundestag abstimmen.

    Beim Energiecharta-Vertrag haben neben Deutschland nach Angaben des Wirtschaftsministeriums unter anderem auch Frankreich, die Niederlande und Spanien einen Rücktritt angekündigt. Italien sei bereits 2016 zurückgetreten. Die Bundesregierung setze sich auf europäischer Ebene für einen Rücktritt auch der EU vom Vertrag ein.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Blocher
    1'891 Interaktionen
    Neutralität
    Ernährung
    282 Interaktionen
    Ernährung

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Bern
    Slowup
    4 Interaktionen
    Zürich
    Lufthansa
    4 Interaktionen
    Frankfurt/Main

    MEHR REGIERUNG

    Madrid Protest
    6 Interaktionen
    Madrid
    Andrej Babis
    3 Interaktionen
    Prag
    1 Interaktionen
    Aargau
    Supreme Court
    6 Interaktionen
    Drittländer

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    DFB
    19 Interaktionen
    0:1 in NL
    Linkin Park
    3 Interaktionen
    Berlin
    df
    4 Interaktionen
    Im Allgäu
    lufthansa
    Wegen Kabinen-Geruch