Deutsche Kommission: Handyverbot in Schulen bis Klasse sieben
Die private Nutzung von Handys sollte aus Sicht einer Expertengruppe für alle Schüler in Deutschland im Unterricht und in Pausen bis Klasse sieben verboten werd

Dies geht aus den Empfehlungen der Expertenkommission «Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt» hervor. Die Fachleute plädieren dafür, das einheitlich in allen Schulgesetzen festzulegen. Ab Klasse acht sollen Schulen demnach verpflichtet werden, mit den Schülerinnen und Schülern verbindliche Nutzungskonzepte zu erarbeiten.
Zur Begründung heisst es im Bericht der von Familienministerin Karin Prien eingesetzten Expertenkommission: «Die private Nutzung digitaler Endgeräte im Unterricht lenkt erheblich ab, erschwert eine konzentrierte Lernatmosphäre und schränkt in den Pausen das soziale Miteinander ein.» Wenn es Mobbing gebe, könne die Handynutzung das verstärken. Zudem seien die Regelungen in den Bundesländern und Schulformen sehr unterschiedlich.
Käme es zu den vorgeschlagenen Massnahmen, würden Schülerinnen und Schüler konzentrierter lernen, sagt die Expertenkommission voraus. In den Pausen hätten sie Zeit und Raum für persönliche Begegnungen. Beim «gesicherten Zugang zu digitalen Lernmitteln» soll es bleiben.
Prien, wie auch Kanzler Friedrich Merz eine Christdemokratin von der CDU, hatte die Kommission im September eingesetzt. Insgesamt haben die Fachleute nun 56 Empfehlungen erarbeitet. Diese sollen Kindern und Jugendlichen einerseits den Umgang mit digitalen Medien ermöglichen, sie aber auch vor Gefahren schützen.










