Max Ernst, Cindy Sherman, Maurizio Cattelan, René Magritte, Pablo Picasso und dazwischen berühmte Werke von Giuseppe Arcimboldo: Unter dem Titel «Face à Arcimboldo» stellt das Centre Pompidou Metz dem italienischen Maler der Spätrenaissance über 130 Werke von Künstlern aus dem 17. Jahrhundert bis heute gegenüber.
Centre Pompidou
Das Centre Pompidou in Metz öffnet ab 12. Juni wieder seine Türen. Foto: Jörg Fischer/dpa - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Liste der Maler, Bildhauer und Installationskünstler, die Arcimboldo (1526-1593) mit seinen kunstvoll arrangierten Porträts aus Gemüse, Blumen, Obst oder Büchern beeinflusst hat, ist lang.

Denn als bedeutender Vertreter des Manierismus kündigt sein Konzept die Auflösung und Verzerrung der Formen an. Seine Kunst deute die vielfachen Revolutionen der Moderne an, sagte die Direktorin des Museums, Chiara Parisi. Die allegorischen und rätselhaften Abbildungen hätten besonders Surrealisten und Dadaisten als Inspirationsquelle gedient.

Parisi ist es gelungen, einige der bekanntesten Gemälde von Arcimboldo in Metz zu vereinen, unter ihnen «Der Frühling», «Der Herbst» und «Der Bibliothekar». Nur wenige Werke sind von dem Maler erhalten geblieben, der am Prager Hof auch als Musiker, Kostümzeichner und Ingenieur tätig war.

Die Idee zu der bis zum 22. November dauernden Ausstellung geht auf die Werkschau in Venedig «Der Arcimboldo-Effekt» aus dem Jahr 1987 zurück. Wie Parisi erzählte, hatte die Schau in der Lagunenstadt sie nachhaltig beindruckt. Mehr als 30 Jahre später rückt die Leiterin, die seit 2019 an der Spitze des Centre Pompidou in Metz steht, nun den Manieristen als Vorläufer der Moderne wieder in den Blick der Öffentlichkeit – allerdings mit mehr zeitgenössischer Resonanz, wie sie sagte. Und so werden Besucher und Besucherinnen gleich zu Beginn mit phantasievollen, raumfüllenden Arbeiten und Installationen aus Tieren, Gemüse und Früchten von Annette Messager, Fabrice Hyber und Mario Merz empfangen.

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