Bundeswehr prüft Rekrutierung von Bürgern der EU

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    Deutschland,

    Die Bundeswehr will bis 2025 einen Bestand von 203'000 Soldaten. Um diesen zu erreichen, will man unkonventionelle Wege gehen.

    Soldaten der Bundeswehr in Thüringen.
    Die Bundeswehr will freie Posten für spezielle Tätigkeiten mit EU-Bürger besetzen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Bundeswehr prüft, EU-Bürger für spezielle Tätigkeiten zu rekrutieren.
    • Auch die Bundeswehr spüre den Fachkräftemangel, so der Generalinspekteur.

    Die Bundeswehr prüft einem Medienbericht zufolge, Fachleute aus anderen EU-Staaten zu rekrutieren. Die Anwerbung von EU-Bürgern für spezielle Tätigkeiten sei «eine Option», die geprüft werde, zitieren die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (heute Donnerstag) den Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn. «Wir reden hier beispielsweise von Ärzten oder IT-Spezialisten», erläuterte der ranghöchste Militär demnach. In Zeiten des Fachkräftemangels müsse die Bundeswehr «in alle Richtungen blicken» und sich um den passenden Nachwuchs bemühen.

    Die Bundesregierung hat dem Bericht zufolge bereits die EU-Partner konsultiert. Die meisten Staaten, insbesondere aus Osteuropa, reagierten demnach aber zurückhaltend. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, sagte den Funke-Zeitungen, die Rekrutierung von EU-Ausländern sei «eine Art Normalität». In der Truppe gebe es bereits viele Soldaten mit Migrationshintergrund oder Doppelstaatler.

    Unterdessen nimmt die Zahl der Soldaten bei der Bundeswehr wieder zu. «Wir erreichen am Ende dieses Jahres die Marke von 182 000 Soldatinnen und Soldaten, das sind 2500 mehr Zeit- und Berufssoldaten als noch vor einem Jahr und ein Plus von 6500 gegenüber dem Tiefststand 2016», sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der «Rheinischen Post» (Donnerstag). Mit zwölf Prozent Frauenanteil sei ein neuer Höchststand erreicht. Bis 2025 soll die Zahl der Soldaten nach neuen Planungen auf 203 000 steigen.

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