Bestsellerautorin Isabel Allende erhält Planeta-Preis

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    Spanien,

    Die chilenische Bestsellerautorin Isabel Allende hat für ihren neuen Roman «La hora antes del alba» (Die Stunde vor der Morgendämmerung) den mit einer Million Euro dotierten diesjährigen 75. Planeta-Preis erhalten. Der Roman, der erst Anfang November auf Spanisch in die Buchhandlungen kommen soll, knüpft an ihren Debütroman von 1982 «Das Geisterhaus» an.

    In Allendes neuem Roman finden sich auch Spuren ihres ersten Buches «Das Geisterhaus», mit dem sie 1982 berühmt wurde. (Archivfoto)
    Die chilenische Bestsellerautorin Isabel Allende hat für ihren neuen Roman «La hora antes del alba» (Die Stunde vor der Morgendämmerung) denPlaneta-Preis erhalten. (Archivbild) - Fernando Sánchez/EUROPA PRESS/dpa

    Der Preis wurde der 84-Jährigen vom spanischen König Felipe VI. bei einer Gala in Barcelona überreicht.

    «Das Geisterhaus» erzählt die fiktive Geschichte einer wohlhabenden Familie in einem lateinamerikanischen Land, das als Chile wiedererkennbar ist. Der Roman wird dem magischen Realismus zugeordnet. In dem neuen Roman kehrt eine der Hauptfiguren aus «Das Geisterhaus», Alba Trueba, nach Folter unter Augusto Pinochets Diktatur in ihr Elternhaus zurück und wird dort zur Chronistin einer turbulenten Ära, wie die spanische Zeitung «El País» schrieb.

    Wann der Roman auf Deutsch erscheinen wird, war zunächst nicht bekannt. Mit einer Gesamtauflage von laut «El País» weltweit mehr als 80 Millionen Exemplaren gilt Allende als die erfolgreichste lebende spanischsprachige Autorin der Gegenwart. Während sie bisher überwiegend bei dem spanischen Verlag Plaza & Janés veröffentlichte, der zu Penguin Random House Grupo Editorial (Bertelsmann) gehört, erscheint Allendes neuer Roman bei Planeta.

    Den mit 200'000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt der 32-jährige Manga-Autor Sergio Hernández aus Valencia für sein Werk «La añoranza» (Die Sehnsucht).

    Der Premio Planeta wird seit 1952 vom Verlag Editorial Planeta jährlich für den besten unveröffentlichten Roman in spanischer Sprache vergeben. Eine Besonderheit: Die Teilnehmer müssen die Manuskripte unter Pseudonym einreichen, so dass auch unbekannte Autoren eine Chance haben – und oft auch siegreich waren. Zu den Gewinnern gehören aber auch grosse Namen wie der spätere Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa (1993).

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