Bahnchhef verdient mehr - Aufsichtsrat stimmt zu

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    Aufgrund der finanziellen Schieflage in der Corona-Krise war die Erhöhung 2021 ausgesetzt worden. Doch künftig soll der Bahnchef Richard Lutz mehr Geld bekommen - und nicht nur er.

    Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn,  Richard Lutz, bekommt zukünftig zehn Prozent mehr Gehalt.
    Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Richard Lutz, bekommt zukünftig zehn Prozent mehr Gehalt. - Fabian Sommer/dpa

    Bahnchef Richard Lutz und der Konzernvorstand für den Personenverkehr, Berthold Huber, dürfen sich über höhere Gehälter freuen. Der Aufsichtsrat habe am Mittwoch einer Erhöhung der Fixgehälter zugestimmt, hiess es aus Kreisen des Gremiums.

    Die beiden Vorstandsmitglieder erhalten demnach künftig zehn Prozent mehr. Eigentlich war die Erhöhung bereits für das vergangene Jahr vorgesehen. Aufgrund der finanziellen Schieflage des Konzerns in der Corona-Krise war sie damals ausgesetzt worden. Lutz' Fixgehalt hatte zuletzt bei 900.000 Euro im Jahr gelegen, Hubers bei 650.000 Euro.

    Der Aufsichtsrat verlängerte zudem die Verträge der Finanz- und Güterverkehrsvorstände Levin Holle und Sigrid Nikutta um fünf Jahre. Der bislang siebenköpfige Bahnvorstand steht mit dem jüngst bekannt gewordenen Abgang von Ronald Pofalla allerdings vor Veränderungen.

    Der Infrastrukturvorstand will Ende April aufhören. Als Favorit für Pofallas Nachfolge gilt Berthold Huber, wie bereits am Dienstag aus Aufsichtsratskreisen verlautete. Demnach könne es «zeitnah» eine Sondersitzung des Kontrollgremiums dazu geben. Zuvor hatte der «Spiegel» über die Personalie berichtet.Geschäftszahlen besprochen

    Der Aufsichtsrat besprach am Mittwoch auch die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr, die die Bahn am Donnerstag veröffentlichen will. Unterm Strich blieb nach Medienberichten ein Minus von rund 900 Millionen Euro bei einem Umsatz von 47 Milliarden Euro. 2020 war das Minus mit 5,7 Milliarden Euro noch deutlich höher ausgefallen.

    Mit Milliarden-Investitionen vor allem ins bestehende Netz verfolgt die Bahn dennoch weiterhin das Ziel, die Fahrgastzahl bis 2030 zu verdoppeln. Kritiker halten diese Ziele aber für «illusorisch». Winfried Wolf, Co-Autor eines «Alternativen Geschäftsberichts», wies am Mittwoch in Berlin darauf hin, dass in den Corona-Jahren 2020 und 2021 aufgrund der Krise jeweils nur rund 81 Millionen Fahrgastfahrten in ICE und Intercitys verzeichnet wurden. Dieses Jahr rechnet die Bahn wieder mit deutlich mehr als 100 Millionen.

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