Elf Monate nach dem Autoattentat vor dem britischen Parlament ist der 30-jährige Fahrer des Wagens des versuchten Mordes schuldig gesprochen worden.
Polizeieinsatz nach der Attacke vom 14. August
Polizeieinsatz nach der Attacke vom 14. August - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • 30-Jähriger raste im August 2018 in Absperrung vor dem britischen Parlament.

Ein Geschworenengericht in London kam am Mittwoch zu dem Schluss, der aus dem Sudan stammende Salih Khater habe damals versucht, «so viele Menschen wie möglich umzubringen und zu verletzen». Khater hatte den Wagen am 14. August in eine Absperrung gesteuert. Zwei Radfahrer wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Khaters Tat habe ein «terroristisches Motiv», befand die Staatsanwaltschaft. Er habe bewusst einen Tatort von «nationaler Bedeutung» ausgewählt. Bei der Beweisaufnahme wurde festgestellt, dass Khater in der Nacht vor dem Anschlag in der Umgebung des Parlaments herumgefahren war, bevor er einige Stunden in seinem Wagen schlief. Khater wurde im Sudan geboren, 2010 erhielt er in Grossbritannien Asyl.

Aus Fernsehaufnahmen schlossen die Ermittler, dass Khater seine Tat «mit hoher Konzentration» verübte. «Nur durch schnelle Reaktionen und mit Glück» habe es verhindert werden können, dass der Attentäter «jemanden tötete», sagte die Ermittlerin Jenny Hopkins. Das Strafmass für Khater soll später festgelegt werden. Er muss mit lebenslanger Haft rechnen.

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