Auch Niederlande drohen mit Boykott von ESC

    Keystone-SDA
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    Nach Irland drohen nun auch die Niederlande mit einem Boykott des Eurovision Song Contest 2026, falls Israel wie geplant teilnimmt.

    Eurovision Song Contest (ESC)
    Das Vorgehen Israels im Gazastreifen nach dem Angriff der Hamas im Oktober 2023 hatte in vielen Ländern eine Debatte über eine israelische Teilnahme am ESC ausgelöst. (Symbolbild) - dpa

    Nach Irland drohen nun auch die Niederlande mit einem Boykott des Eurovision Song Contest 2026, wenn Israel wie geplant teilnimmt. Das teilte der verantwortliche öffentlich-rechtliche TV-Sender AVROTROS in Hilversum mit.

    «AVROTROS kann die Teilnahme Israels in der heutigen Situation angesichts des anhaltenden und schweren menschlichen Leidens in Gaza nicht länger verantworten», heisst es in der Erklärung. Der Sender nennt auch die «schwerwiegende Aushöhlung der Pressefreiheit» durch Israel, den Ausschluss internationaler unabhängige Berichterstatter und die vielen Opfer unter Journalisten.

    Die Niederlande schliessen sich damit Irland an. Auch Slowenien, Spanien und Island erwägen, bei einer Teilnahme Israels dem Eurovision Song Contest im kommenden Jahr in Wien fernzubleiben. Zudem gibt es auch in anderen ESC-Nationen erhitzte Debatten und Forderungen nach einem Ausschluss Israels.

    Niederländischer Sender wirft Israel politische Einflussnahme vor

    Nach Darstellung des niederländischen TV-Senders soll die israelische Regierung bei dem ESC in Basel 2025 Einfluss ausgeübt haben. Der Eurovision Song Contest sei als politisches Instrument benutzt worden.

    Offiziell ist die Europäische Rundfunkunion, der Verband der europäischen Rundfunksender, der Veranstalter und damit für die Zulassung der Länder verantwortlich. Die Niederlande stellten ihre Teilnahme 2026 aber in Aussicht, sollte die EBU beschliessen, Israel nicht zuzulassen, wie der Sender mitteilte.

    Der österreichische Sender ORF hat sich als Gastgeber des ESC 2026 bereits eindeutig für eine Teilnahme Israels ausgesprochen. Er würde dies begrüssen, sagte ORF-Generaldirektor Roland Weissmann Anfang September. Auch der Stiftungsrat des öffentlich-rechtlichen Senders empfahl Weissmann zuletzt, diese Position weiterhin zu vertreten.

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    Kommentare

    User #4359 (nicht angemeldet)

    Da bewegt sich doch etwas in die richtige Richtung. Danke

    User #4303 (nicht angemeldet)

    FCK Eurovision.. 😱 Diesen Schrott braucht niemand. Und wir bezahlen noch dafür mit Gebühren. Früher wurde gesungen. Heute geht es um Politik. Nein, danke.

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