Ärger mit der Retoure? So geben Sie Rücksendungen sicher auf

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    Kostenfrei muss die Retoure einer Onlinebestellung nicht sein. Doch zumindest unproblematisch hätte man sie gern. Das ist aber längst nicht immer der Fall. So beugen Sie Schwierigkeiten vor.

    Alles ordnungsgemäss verpackt? Ein Zeuge oder eine Zeugin kann bei Retoure-Problemen mit einem Versandhändler wichtig werden.
    Alles ordnungsgemäss verpackt? Ein Zeuge oder eine Zeugin kann bei Retoure-Problemen mit einem Versandhändler wichtig werden. - Christin Klose/dpa-tmn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ist der online bestellte Pullover zu klein, gefällt die Tasche in echt doch nicht oder hat ein Produkt Mängel, machen Verbraucherinnen und Verbraucher gerne von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch - die Ware geht dann auf dem Postweg zurück zum Händler.

    Doch nicht immer geht das problemlos vonstatten, hat Iwona Husemann, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW, festgestellt.

    «Betroffene berichten, dass Händlerinnen und Händler keine Rückerstattung leisten wollen, weil Retouren defekt, unvollständig oder gar nicht angekommen seien», sagt Husemann. Schwierigkeiten gebe es auch dann, wenn der Händler ein falsches Produkt geliefert hat, das Kunden aus diesem Grund reklamieren wollen. Drei Tipps, die helfen können, Probleme mit der Rücksendung zu vermeiden:

    Tipp 1: Falschlieferungen frühzeitig erkennen

    Der Verbraucherzentrale NRW zufolge kann es schon vor und während des Öffnens des Pakets sinnvoll sein, Nachweise zu sammeln, um Falschlieferungen zu identifizieren. Ist das Paket beschädigt oder gibt es einen Hinweis auf eine Manipulation, sollte es direkt beim Lieferdienst beanstandet werden. Beim Öffnen des Pakets sei es sinnvoll, ein Video zu machen oder eine zweite Person als Zeugen hinzuziehen.

    Tipp 2: Nachweise sichern

    Gerade bei teuren Produkten sollten Verbraucherinnen und Verbraucher belegen können, dass sie die Ware ordnungsgemäss eingepackt und versendet haben. Dazu bietet es sich an, Fotos vom vollständigen Inhalt des Pakets zu machen oder Videos aufzunehmen, die zeigen, wie die unversehrte Ware vollständig ins Paket gelegt und dieses verschlossen wird. Alternativ kann auch hier ein Zeuge hinzugezogen werden, der den Vorgang bestätigen kann.

    Tipp 3: Einsendebeleg aufbewahren

    Wer eine Retoure bei einem Paketdienstleister aufgibt, sollte in jedem Fall einen Einsendebeleg ausgestellt bekommen. Dieser sollte so lange aufbewahrt werden, bis die Rücksendung beim Händler angekommen ist. Geht das Paket unterwegs verschütt, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher dafür nicht aufkommen. Das Risiko trage der Händler, so die Verbraucherschützer.

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