Anklage gegen abgesetzte Liechtensteiner Aussenministerin

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    Die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben gegen die frühere Aussenministerin Aurelia Frick und deren Generalsekretär.

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    Aurelia Frick, Aussenministerin von Liechtenstein, musste ihren Regierungsposten räumen, nachdem ihr das Parlament das Vertrauen entzogen hatte. Nun wurde Anklage gegen sie erhoben (Archivbild). - sda - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gegen die frühere Aussenministerin Aurelia Frick wurde Anklage erhoben.
    • Die Klage der Liechtensteiner Staatsanwaltschaft gilt auch ihrem Generalsekretär.
    • Die beiden sollen Rechnungen ohne den nötigen Regierungsbeschluss bezahlt haben.

    Die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben gegen die frühere Aussenministerin Aurelia Frick und deren Generalsekretär. Die beiden sollen Rechnungen für Beraterdienste bezahlt haben, ohne vorher die dafür nötigen Regierungsbeschlüsse einzuholen.

    Unter Anklage gestellt werden Ex-Regierungsrätin Aurelia Frick und Generalsekretär René Schierscher «wegen des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt». Dies teilte die Liechtensteiner Tageszeitungen am Donnerstag gestützt auf eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft mit. Die beiden sollen zwischen September 2018 und Juli 2019 wissentlich ihre Befugnis missbraucht haben.

    Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Frick und Schierscher mit Vorsatz handelten, als sie Zahlungen veranlassten. Die Beschuldigten bestreiten den Tatvorwurf. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig. Es gelte die Unschuldsvermutung, schrieb die Staatsanwaltschaft.

    «Berateraffäre» im Fürstentum Liechtenstein

    Die Anklage ist eine Folge der sogenannten «Berateraffäre» im Fürstentum. Aussenministerin Aurelia Frick von der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP) hatte wegen unklarer Verhältnisse über die Ausgaben für Beraterdienstleistungen ihr Regierungsamt verloren.

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    Die frühere Aussenministerin Aurelia Frick muss sich vor Gericht verantworten. - Keystone

    Anfang Juli letzten Jahres entzog ihr das Liechtensteiner Parlament, der 25-köpfige Landtag, das Vertrauen. Frick war es während einer Sondersitzung des Parlaments nicht gelungen, in der «Berateraffäre» reinen Tisch zu machen und Transparenz herzustellen.

    Dem Vertrauensentzug waren wochenlange Streitereien zwischen der Regierungsrätin und der Geschäftsprüfungskommission des Landtags vorausgegangen. Aurelia Frick gehörte der fünfköpfigen Liechtensteiner Regierung während zehn Jahren an.

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