Cher

    Alte Bohrlöcher lassen Methan aus der Nordsee entweichen

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    In der Nordsee werden Öl und Gas gefördert. Nicht nur die Förderung verschmutzt die Umwelt. Auch die Bohrlöcher wirken noch lange nach, wie eine neue Studie zeigt.

    Laut einer neuen Studie entweicht Methan aus alten Bohrlöchern in der Nordsee. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild
    Laut einer neuen Studie entweicht Methan aus alten Bohrlöchern in der Nordsee. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kiel (dpa) - Rund um Bohrlöcher, aus denen früher in der Nordsee Erdöl oder Erdgas gefördert wurde, treten erhebliche Mengen des Treibhausgases Methan aus.

    Diese Leckagen machen einen signifikanten Teil des gesamten Methanbudgets der Nordsee aus, zeigt eine neue Studie des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, die im «International Journal of Greenhouse Gas Control» veröffentlicht wurde. Sie bestätigt auf grösserer Datenbasis frühere Untersuchungen.

    Danach stammt das Gas aus flachen Gastaschen, die weniger als 1000 Meter tief im Meeresboden liegen und gar nicht Ziel der ursprünglichen Bohrungen gewesen waren. Erste Hochrechnungen ergaben, dass diese Leckagen die dominante Quelle für Methan in der Nordsee ausmachen könnten. «Wir haben Untersuchungen an weiteren Bohrlöchern mit umfangreichen seismischen Daten verbunden. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass jährlich tausende Tonnen Methan an alten Bohrlöchern am Nordseeboden austreten», sagte Erstautor Christoph Böttner.

    Bei knapp 1700 untersuchten Bohrlöchern auf einer Fläche von der Grösse Sachsen-Anhalts ergab sich, dass in diesem Bereich 900 bis 3700 Tonnen Methan austreten können. «In der gesamten Nordsee existieren aber mehr als 15 000 Bohrlöcher», sagte Studienleiter Matthias Haeckel.

    Unabhängig von der Studie forderte die Umweltorganisation Greenpeace am Donnerstag ein schnelles Ende der Öl- und Gasförderung in der Nordsee. «Die Öl- und Gasindustrie befeuert seit Jahrzehnten die Klimakrise und verschmutzt unsere Meere – das muss endlich aufhören», sagte Greenpeace-Meeresbiologin Sandra Schöttner bei der Vorstellung des Berichts «25 Jahre nach Brent Spar». Pro Jahr stossen die 727 umweltrelevanten Anlagen im Nordostatlantik laut Greenpeace 30 Millionen Tonnen CO2 aus und verschmutzen das Meer mit 9200 Tonnen Öl und 182 000 Tonnen Chemikalien. «Das entspricht einem jährlichen Tankerunglück sowie einem täglichen Chemieunfall.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    KI
    106 Interaktionen
    Gefahr
    x
    23 Interaktionen
    «Fire!»

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    209 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Blumenstein BE
    Blumenstein BE
    Gossau SG
    Gossau SG

    MEHR CHER

    Cher
    25 Interaktionen
    Weltruhm
    Cher
    9 Interaktionen
    Ehrenauszeichnung
    Cher
    16 Interaktionen
    «Altert nicht»
    cher Elijah Blue Allman
    Drogenprobleme

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    2 Interaktionen
    Berlin
    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    x
    251 Interaktionen
    Wie geht das?