In einem albanischen Urlaubsort ist nach einem Angriff auf Touristen das Restaurant eines gewalttätigen Wirts mit Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht worden.
Bulldozer
Touristen wurden von einem Restaurantbesitzer angegriffen. - Youtube @redis
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 51-jähriger Restaurantbesitzer verfolgte Touristen und griff ihren Mietwagen an.
  • Kurzerhand rissen albanische Behörden sein Restaurant mit Bulldozern nieder.
  • Er hatte die Gaststätte ohne Genehmigung gebaut und nie Steuern gezahlt.

Im albanischen Urlaubsort Porto Palermo wurde ein Restaurant mit Meerblick mit Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht. Der 51-jährige Gastwirt hatte zuvor spanische Touristen verfolgt und ihren Mietwagen angegriffen. Albanische Behörden rissen am Mittwoch kurzerhand sein Restaurant ab.

Lokalmedien zufolge waren die spanischen Urlauber mit dem Service im Restaurant nicht zufrieden. Als der Besitzer aggressiv wurde, ergriffen sie die Flucht. Er selbst sagte später vor Gericht aus: Die zwei Spanier hätten versucht, das Restaurant zu verlassen, ohne ihre Rechnung zu begleichen.

Wirt klammert sich an Motorhaube und schlägt Windschutzscheibe

Auf einem Video, das sich im Internet rasant verbreitete, ist der Restaurantbesitzer zu sehen. Im Clip klammert er sich minutenlang auf der Motorhaube des anfahrenden Mietwagens der Spanier fest. Dabei schlägt er die Windschutzscheibe brutal ein.

Klar ist: Für schwache Nerven ist das Video nichts!

Die Polizei nahm den 51-jährigen Restaurantbesitzer fest. Ihm wird unter anderem Bedrohung, Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen.

Bei den Untersuchungen stellten die Behörden zudem fest: Das Restaurant «Panorama» war drei Jahre zuvor ohne Genehmigung gebaut worden und der Betreiber hatte nie Steuern gezahlt. Daraufhin liessen sie das Strandlokal am Mittwoch kurzerhand abreissen.

Die albanischen Behörden entschuldigten sich bei den spanischen Touristen. Sogar Albaniens Ministerpräsident Edi Rama meldete sich zu Wort und sagte, der Täter habe die «heiligen Regeln albanischer Gastfreundschaft» verletzt. Das ehemals kommunistische Land hat sich seit den 1990er Jahren zu einem beliebten Urlaubsziel entwickelt.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

GerichtInternetSteuern