Affenpocken: Brite outet sich als Patient

    Simon Binz
    Simon Binz

    Grossbritannien,

    Ein Brite hat sich gegenüber den Medien als Affenpocken-Patient geoutet. James M. kritisiert die Gesundheitsbehörden der Insel scharf.

    Affenpocken
    Dieser Brite hat sich als Affenpocken-Patient geoutet. - Screenshot/Twitter

    Das Wichtigste in Kürze

    • James M. wurde in England positiv auf Affenpocken getestet.
    • Er spricht über mangelndes Bewusstsein für die weniger bekannten Symptome.
    • Den oft erwähnten Ausschlag hatte der Personalmanager aus London nämlich nicht.

    In Grossbritannien wurden schon mehr als 300 Briten positiv auf Affenpocken getestet. Nun hat sich erstmals einer der Patienten gegenüber den Medien geoutet. Ein Personalmanager aus London meldete sich gegenüber der «Daily Mail» zu Wort und zeigte sich frustriert über die Gesundheitsbehörden.

    Demnach hätten diese ihn noch immer nicht kontaktiert, obwohl er bereits zwei Wochen zuvor positiv getestet worden sei. James M. – der Mann möchte seinen Nachnamen nicht preisgeben – hat sich demnach mit dem Virus infiziert, nachdem er aus Dubai ausgewiesen wurde, weil er positiv auf HIV testete.

    James sprach in Bezug auf die «UK Health Security Agency» (UKHSA) von einem «Mangel an grundlegenden Verfahren oder Sorgfalt, um die Ausbreitung des Tropenvirus zu stoppen.» Er gab zu, dass er selbst die Isolationsregeln nicht befolge, weil ihm gesagt worden sei, er solle zu Hause bleiben, bis die UKHSA ihn kontaktiere... «und das haben sie nie getan.»

    Er beschuldigte Grossbritannien bei der Kontaktverfolgung nachlässig vorzugehen und zeigte sich nicht überrascht, dass das Königreich mehr Fälle als jedes andere Land ausserhalb Afrikas vermeldet.

    Weniger bekannte Symptome von Affenpocken

    James sprach ebenfalls über ein mangelndes Bewusstsein für die weniger bekannten Symptome der Affenpocken, so James. So habe er sich gerade erst an sein neues Leben in West-London gewöhnt, als er plötzlich unter «wirklich seltsamen Schmerzen» im unteren Rücken, Erschöpfung, extremem Durst und Schmerzen zu leiden begann, wann immer er die Toilette benutzte.

    Medikamente Affenpocken
    Vorhandene Medikamente zeigen sich wirksam gegen aktuelle Affenpocken. - -/CDC/Brian W.J. Mahy/dpa/Archiv

    Er war überzeugt, dass er eine sexuell übertragbare Krankheit (STI) hatte und wurde am 25. Mai in eine Spezialklinik geschickt. Zuvor wurde er aufgefordert öffentliche Verkehrsmittel oder engen Kontakt mit anderen Menschen zu meiden.

    Bei den Tests sollen Mediziner ihm versichert haben, dass er keine Affenpocken habe, weil sie nicht den verräterischen Ausschlag des Virus erkannten. Drei Tage später bestätigten jedoch die Testresultate: James hat Affenpocken.

    Fürchten Sie sich vor den Affenpocken?

    Mittlerweile sind acht Tage vergangen, und James behauptet, er sei noch immer nicht von der UKHSA kontaktiert worden. Er sagt, er habe sich seit der Diagnose jeden Tag seine örtliche STI-Klinik angerufen. Die UKHSA wiederum behauptet laut der «Daily Mail», dass man mehrere Versuche unternommen habe, mit James in Verbindung zu treten.

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