Eurovision Song Contest

71. Eurovision Song Contest in einem der ärmsten Länder Europas

Keystone-SDA
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Bern,

Nach dem ESC ist vor dem ESC: Nach Wien 2026 könnte es Sofia 2027 heissen. Doch die Stimmung in Bulgarien gegenüber dem nächsten Song Contest ist gespalten, zwischen proeuropäisch und Skepsis gegenüber queeren Inhalten .

ESC
Nach dem ESC ist vor dem ESC: Nach Wien 2026 könnte es Sofia 2027 heissen. - keystone

Für das kleine südosteuropäische Land ist es der erste ESC-Sieg überhaupt. Erst seit rund 20 Jahren nimmt Bulgarien überhaupt teil. Häufig qualifizierte es sich nicht für das Finale. 2023 bis 2025 pausierte das zuletzt mit zahlreichen Neuwahlen beschäftigte Land – aus finanziellen Gründen.

Dara sei mit ihrem ESC-Gewinnersong «Bangaranga» ein Beispiel dafür, dass Bulgarien siegen könne, schrieb der bulgarische Regierungschef Rumen Radew auf Facebook. «Bulgarien erwartet Europa und die Welt bei der Eurovision 2027!» Dara selbst sagte Berichten bulgarischer Medien zufolge: «Im kommenden Jahr kommt der ESC nach Sofia, und wir müssen uns vorbereiten.»

Der ESC spaltet die Gemüter in dem südöstlichen EU-Land, das seit 2026 Teil der Euro-Zone ist. Für die proeuropäisch gesinnten Fans in dem früheren Ostblock-Staat ist der ESC eine grosse, nicht nur musikalische Show. Sie sehen die Teilnahme daran als Zeichen dafür, dass Bulgarien klar zu Europa gehöre.

Das andere Lager in dem Balkanland sieht den ESC eher als eine kommerzielle, exzentrische Show, die LGBT-Kultur – sprich schwule, queere Inhalte – verbreite. Der ESC ist entsprechend als «politischer Contest» umstritten.

Bulgarien gehört zu den ärmsten EU-Ländern. Mit dem glamourösen, teuren Event ginge, um es boulevardesk auszudrücken, die Bling-Bling-Show ESC im Armenhaus Europas über die Bühne.

Der Eurovision Song Contest 2027 könnte in der Arena 8888 (benannt nach einer Gaming-Plattform), der grössten Halle der Balkanmetropole, ausgetragen werden. In der 2011 fertig gestellten Multifunktionshalle finden Sportturniere und Konzerte statt. Auch der Junior-ESC ging hier schon mal über die Bühne, ebenso Konzerte von Lady Gaga, Jennifer Lopez, Eros Ramazzotti oder den Red Hot Chilli Peppers.

Die Arena im Osten der Hauptstadt fasst etwa 13'000 bis 15'000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Sie ist damit vergleichbar mit der Wiener Stadthalle und ihren 16'000 Plätzen, die jedoch beim ESC so umgebaut worden war, dass rund 10'000 Menschen bei den Shows und Proben dabei sein konnten.

Kommentare

User #3256 (nicht angemeldet)

hört endlich auf mit diesem blödsinn!

User #4792 (nicht angemeldet)

so ist es,korupption wird bei dem anlass nach oben fahren,sonst geht nichts ,ausser EU ist sponsor

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