120 Festnahmen bei grösstem Schlag gegen britische Telefonbetrüger

    Keystone-SDA
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    Niederlande,

    Eine Bande Telefonbetrüger wurde in Grossbritannien festgenommen. Der weltweit entstandene Schaden betrage rund 115 Millionen Euro.

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    Ein bewaffneter Polizist patrouilliert in England (Symbolbild). - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Grossbritannien konnte die Polizei eine Bande an Telefonbetrügern festnehmen.
    • Die 120 Menschen waren mitbeteiligt an einem Schaden von rund 115 Millionen Euro.

    Beim bisher grössten Schlag gegen Telefonbetrüger hat die britische Polizei etwa 120 Menschen festgenommen.

    Tausende Opfer seien mithilfe von Technik, um Millionen von Euro betrogen worden. Dies teilte die Metropolitan Police in London am Donnerstag mit. Die Bande um einen 35-jährigen Mann hatte die Technik im Darknet und über den Kurznachrichtendienst Telegram verkauft.

    Eine Internetseite, die in knapp anderthalb Jahren rund 3,7 Millionen Euro Gewinn gemacht habe, sei geschlossen worden.

    telefonbetrüger
    Die Telefonbetrüger ergaunerten rund 115 Millionen Euro - keystone

    Die Bande verkaufte den Angaben zufolge Technik, mit deren Hilfe Kriminelle gefälschte Anrufe tätigen konnten. Auch konnte man dadurch aufgezeichnete Nachrichten senden sowie Einmalpasswörter abfangen. Die Benutzer gaben sich unter anderem als Banken, Einzelhandelsunternehmen und Regierungsbehörden aus, wie Europol mitteilte.

    Sicherheitsbehörden in Europa, Australien, den USA und Kanada hatten in dem Fall den Angaben nach zusammengearbeitet. Insgesamt gab es 142 Festnahmen. Weltweit wurden den Angaben zufolge mehr als zehn Millionen Betrugsanrufe getätigt. Der entstandene Schaden betrage rund 115 Millionen Euro, davon 49 Millionen alleine in Grossbritannien.

    Dort gab es 200'000 potenzielle Opfer, teilte die Londoner Polizei weiter mit. Zu einem Zeitpunkt seien mehr als 20 Menschen pro Minute angerufen worden.

    Zahlreiche Menschen gaben Bankdetails weiter, mit denen die Kriminellen dann Geld stehlen konnten. Ein Opfer wurde um drei Millionen Pfund (knapp 3,5 Mio. Franken) betrogen, der angezeigte Durchschnittsschaden lag bei 10'000 Pfund.

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