Meta will Industrie-Allianz für virtuelle Realität

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Der Facebook-Konzern Meta richtet seine Strategie in puncto virtueller Realität auf Kooperationen aus.

    meta
    Ein Besucher auf dem Meta AI Day in London im April diesen Jahres. - keystone

    Der Facebook-Konzern Meta setzt auf Kooperationen, um seine führende Position im Geschäft mit virtueller Realität gegen neue Konkurrenz von Apple zu verteidigen. Meta stellt das Betriebssystem seiner VR-Brillen künftig auch anderen Herstellern zur Verfügung.

    Auf dieser Basis soll es zum Beispiel ein Gaming-Headset von Asus, eine VR-Brille für die Xbox von Microsoft und ein Gerät vom PC-Marktführer Lenovo geben, das digitale und reale Inhalte zusammenführt, wie Konzernchef Mark Zuckerberg am Montag ankündigte. Bei einigen der neuen Produkte könne es allerdings «ein paar Jahre dauern», bis sie auf den Markt kommen, schränkte Zuckerberg ein.

    Meta hatte vor einem Jahrzehnt den VR-Pionier Oculus gekauft und investierte seitdem Milliarden in das Geschäft mit virtueller Realität. Zuckerberg änderte sogar den Konzernnamen von Facebook zu Meta, um die Ausrichtung auf die digitale Welt «Metaverse» zu unterstreichen. Doch VR-Brillen blieben bisher ein Nischengeschäft, auch wenn Meta mit der Marke Quest den Markt anführt.

    Zuckerberg will «offenes» Modell

    Im Februar brachte Apple in den USA die Brille Vision Pro heraus, die stark darauf ausgerichtet ist, digitale Inhalte in die reale Umgebung einzublenden. Auch Metas aktuelles Modell Quest 3 hat diese Fähigkeit. Apple hat aber den strategischen Vorteil, das Headset im Zusammenspiel mit iPhones und Mac-Computern in den Alltag der Nutzer zu bringen. US-Tech-Journalisten lobten die Vision Pro als Durchbruch, während Zuckerberg in einem Video die Quest 3 für technisch überlegen erklärte.

    Zuckerberg sagte am Montag, bei Smartphones habe sich das «geschlossene» Geschäftsmodell von Apple durchgesetzt, bei dem der Betreiber die Kontrolle darüber habe, was auf der Plattform erlaubt sei. Er wolle aber, dass sich für die Technologie ein «offenes» Modell wie in der PC-Industrie durchsetze. Nach diesem Beispiel soll Metas Betriebssystem Horizon OS in dem Markt nach seinen Vorstellungen die Rolle von Windows bei PCs übernehmen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Innovation
    28 Interaktionen
    Was steckt dahinter?

    MEHR IN NEWS

    St. Gallen
    St. Gallen
    Baume-Schneider
    111 Interaktionen
    Schon wieder

    MEHR AUS USA

    1 Interaktionen
    Washington
    Ursula von der Leyen
    35 Interaktionen
    New York
    sf
    5 Interaktionen
    Patent-Urteil
    ChatGBT Werbung
    7 Interaktionen
    Lücke ausgenutzt