Meta überwacht Mitarbeitende – KI schaut mit

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Meta trackt seine Angestellten bis ins Detail. Jeder Klick wird zur Trainingsgrundlage für KI-Agenten, die Menschenarbeit übernehmen sollen.

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Meta sammelt Daten von Mitarbeitenden für KI-Training. (Symbolbild) - keystone

Meta, der Konzern hinter Facebook, Instagram und WhatsApp, überwacht seine Mitarbeitenden systematisch mit einer Tracking-Software, wie die «Netzwoche» berichtet. Das Programm namens Model Capability Initiative (MCI) zeichnet sämtliche Mausbewegungen, Klicks und Tastatureingaben auf.

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Laut dem «SRF» erstellt die Software zusätzlich in regelmässigen Abständen Screenshots der Bildschirme, während Mitarbeitende Programme und Websites nutzen. SRF-Digitalredaktor Guido Berger kommentiert das folgendermassen: «Das ist im Prinzip eine Komplettüberwachung dessen, was jemand am Computer macht.»

Laut der «Netzwoche» würde dies in der Schweiz gegen Artikel 26 ArGV 3 verstossen, der Überwachung am Arbeitsplatz verbietet. Auch in der EU wäre MCI wahrscheinlich nicht mit der Datenschutz-Grundverordnung vereinbar.

Meta bestätigt Nutzung von MCI-Daten

Gegenüber Reuters und BBC äussern Mitarbeitende anonym die Befürchtung, die KI-Agenten sollen sie längerfristig ersetzen, wie das «SRF» berichtet. Tatsächlich plant Meta ab dem 20. Mai den Abbau von rund zehn Prozent der weltweiten Belegschaft.

Laut «t3n» fühlt sich das Tracking-Tool für manche Angestellten «dystopisch» an, da alle Aktionen lückenlos erfasst werden.

Meta-Mediensprecher Andy Stone bestätigte gegenüber Reuters die Nutzung von MCI-Daten für das KI-Training, wie die «Netzwoche» festhält.

Keine Leistungsüberwachung – oder doch?

Der Konzern betont, die Daten würden nicht zur Leistungsbewertung von Mitarbeitenden verwendet, wie das «SRF» berichtet. Welche konkreten Daten als «sensibel» eingestuft und nicht erfasst werden, lässt Meta dabei offen.

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Meta plant, rund zehn Prozent seiner Belegschaft abzubauen. (Symbolbild) - depositphotos

SRF-Digitalredaktor Berger erklärt zudem, wie gross der Druck in der Branche ist. Die grossen Tech-Firmen würden ihre Systeme schnell verbessern wollen und griffen dabei zu früher gemiedenen Mitteln.

Parallel dazu investierte Meta-CEO Mark Zuckerberg letztes Jahr 14,3 Milliarden Dollar (etwa 11,2 Milliarden Franken) in Scale AI. Das Start-up ist auf KI-Training spezialisiert.

Kommentare

User #2759 (nicht angemeldet)

Das wird in allen Firmen kommen nennt sich arbeits Optimierung und erleichterte Übergabe an neue Mitarbeiter. Ist aber totale Überwachung

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