Jesus

    KI-Jesus in Luzerner Kirche sorgte für Aufsehen

    Peter Müller
    Peter Müller

    Luzern,

    Ein KI-generierter Jesus-Avatar in der Peterskapelle Luzern löste weltweit Diskussionen aus.

    KI-Jesus
    Ein KI-Jesus in der Luzerner Peterskapelle sorgte für Aufsehen. - Katholische Kirche Stadt Luzern

    In der Peterskapelle Luzern sorgte eine besondere Installation für Aufmerksamkeit. Ein KI-generierter Jesus-Avatar stand zwei Monate lang im Beichtstuhl bereit. Besuchende konnten mit ihm interagieren.

    Das Projekt entstand in Zusammenarbeit zwischen der katholischen Kirche der Stadt Luzern und der Hochschule Luzern. Es lud die Besucherinnen und Besucher ein, über die Rolle von KI im religiösen Kontext nachzudenken. Der Avatar basierte auf biblischem Wissen und Inhalten des Neuen Testaments.

    Marco Schmid, Theologe bei der Peterskapelle, äusserte sich zum Projekt. «KI fasziniert uns, hat aber auch ihre Grenzen und wirft ethische Fragen auf», zitiert ihn «Vatican News».

    Weltweite Medienresonanz und Missverständnisse

    Das Projekt rund um Jesus erregte globale Aufmerksamkeit. Laut der «Luzerner Zeitung» kam die weltweite Medienresonanz für die Verantwortlichen überraschend.

    Bist du religiös?

    In manchen Ländern entstanden Missverständnisse. «Vor allem in den USA wurde das Kunstprojekt nicht mehr als Experiment betrachtet», erklärte Schmid. Einige Medien berichteten fälschlicherweise, der KI-Jesus nehme auch Beichten ab.

    Die Projektverantwortlichen stellten klar: Der KI-Jesus diente nie der Beichte. Es handelte sich um ein Kunstprojekt, kein Seelsorgeprojekt.

    Vielfältige Gespräche und Erkenntnisse

    Rund 900 Gespräche mit dem KI-Jesus wurden transkribiert. Die meisten fanden auf Deutsch statt. Aber auch andere Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch kamen vor.

    Die Gespräche behandelten vielfältige Themen. Laut der «Luzerner Zeitung» ging es um Liebe, Beziehungen, Einsamkeit und Traurigkeit. Auch Fragen zu Gott, Glauben und gesellschaftlichen Themen wurden diskutiert.

    Schmid zog ein positives Fazit. «Die Erkenntnisse werfen neue Fragen auf: Wie verändert sich der Glaube im digitalen Zeitalter?», wurde er zitiert.

    Kritik und ethische Bedenken

    Das Projekt stiess nicht nur auf Zustimmung. Laut «Chip.de» gab es gemischte Reaktionen. Einige Gemeindemitglieder lobten die Einfachheit der Ratschläge. Andere fanden die Antworten zu allgemein.

    Peter Kirchschläger, Experte für theologische Ethik, äusserte Bedenken. «Wir sollten vorsichtig sein, wenn es um den Glauben, die Seelsorge, die Sinnsuche in der Religion geht», zitierte ihn die «Catholic News Agency».

    Der KI-Jesus wurde am 20. Oktober 2024 abgeschaltet. Eine dauerhafte Einrichtung war nie geplant. Das Projekt hat jedoch wichtige Diskussionen über KI und Religion angestossen.

    Derweil wurde klar: Künstliche Intelligenz gehört zum Alltag von Jugendlichen. Das zeigte eine aktuelle Umfrage.

    Kommentare

    User #1808 (nicht angemeldet)

    KI kann nicht glauben, nur rechnen, also was versucht ihr hier eigentlich? Oder stellt er auch, gegen Bezahlung, Ablassbriefe aus?, dann könnte es natürlich wieder für viele fromme Betrüger interessant werden.

    Scherrba

    Soviel zum Thema: Du sollst von Gott kein Bildnis machen!!!

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