UN-Menschenrechtskommissarin beendet sechstägigen China-Besuch

    Keystone-SDA
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    China,

    Die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hat ihren China-Besuch beendet. Bei dem umstrittenen Besuch hielt sie sich mit direkter Kritik zurück.

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    Michelle Bachelet bei ihrem China-Besuch. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die UN-Menschenrechtskommissarin hat ihren Besuch in China beendet.
    • Während ihrer sechstägigen Reise besuchte sie die Region Xinjiang.
    • Michelle Bachelet sprach dort mit hochrangigen Regierungsvertretern.

    Die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hat am Samstag ihren umstrittenen Besuch in China beendet. Es habe sich dabei nicht um eine «Untersuchung» gehandelt, sagte Bachelet bei einer abschliessenden Pressekonferenz in der südchinesischen Stadt Guangzhou. Sie habe die chinesische Regierung dazu aufgefordert, ihre Massnahmen zur Terrorismusbekämpfung zu überprüfen, damit diese internationalen Menschenrechtsstandards entsprechen. Generell hielt sich die ehemalige chilenische Präsidentin mit direkter Kritik deutlich zurück.

    UN
    Michelle Bachelet bei einem virtuellen Meeting mit Du Hangwei. - keystone

    Bachelet besuchte während ihrer sechstägigen Reise unter anderem die Städte Kashgar und Ürümqi in der nordwestchinesische Region Xinjiang. Dort sind nach Angaben von Menschenrechtlern Hunderttausende von Uiguren und Mitgliedern anderer Minderheiten in Umerziehungslager gesteckt worden.

    Die UN-Kommissarin sprach dort mit hochrangigen Regierungsvertretern. Sie soll zudem unüberwachten Zugang zu Mitgliedern aus der Zivilgesellschaft und religiöser Gruppen erhalten haben.

    Bachelet erhielt Einladung bereits 2019

    Mit Bachelet ist erstmals seit 17 Jahren wieder eine UN-Menschenrechtskommissarin in die Volksrepublik China eingereist. Dem Besuch war ein langes Tauziehen vorangegangen. Schon seit 2019 lag Bachelet eine chinesische Einladung vor.

    Peking wollte jedoch zunächst nicht auf ihre Bedingungen dafür eingehen. Dazu gehört der ungehinderte und unüberwachte Zugang zu Gesprächspartnern, die ihr Büro selbst aussuchen wollte.

    China United Nations
    Bachelet traf den chinesischen Aussenminister Wang Yi am 23. Mai 2022. (Deng Hua/Xinhua via AP) - keystone

    Bachelets Besuch wurde von internationaler Kritik begleitet. Die US-Regierung zeigte sich «tief besorgt» darüber: dass China ihr den notwendigen Zugang beschneiden könnte, der für «eine umfassende und unmanipulierte Einschätzung der Menschenrechtslage» erforderlich wäre. Die Tibet Initiative Deutschland (TID) warnte in einer Stellungnahme, dass Bachelets Reise von der chinesischen Propaganda missbraucht werden könne.

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