Shaolin-Kloster: Untersuchung gegen «CEO-Mönch» in China

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    In China wird gegen den Abt des weltberühmten Shaolin-Klosters, Shi Yongxin, ermittelt.

    Shi Yongxin
    Shi Yongxin (Mitte) wird auch vorgeworfen, gegen buddhistische Vorschriften verstossen zu haben. (Archivbild) - keystone

    Gegen den Abt des weltberühmten Shaolin-Klosters in China wird wegen des Verdachts der Veruntreuung von Projektgeldern und Tempelvermögen ermittelt. Wie das Kloster in der Provinz Henan mitteilte, läuft eine gemeinsame Untersuchung mehrerer Behörden. Nähere Details zu den Behörden wurden nicht genannt.

    Demnach wird Shi Yongxin auch vorgeworfen, gegen buddhistische Vorschriften verstossen zu haben, indem er über einen längeren Zeitraum Beziehungen zu mehreren Frauen unterhielt und mindestens ein Kind zeugte. Die Ergebnisse der Ermittlungen sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

    Das im Jahr 495 gegründete Shaolin-Kloster in der zentralchinesischen Provinz Henan ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch weltbekannt für seine Kung-Fu-Tradition. Shi trat dem Tempel 1981 bei und wurde 1999 zum Abt ernannt.

    Kritik an Kommerzialisierung

    Staatliche Medien in China bezeichneten ihn als «CEO-Mönch», weil er mit kommerziellen Aktivitäten wie Kung-Fu-Shows und Fanartikeln das Shaolin-Kloster zu einer weltweiten Marke machte. Jährlich strömen Millionen Besucher zum Kloster. Allerdings gab es an der Kommerzialisierung auch Kritik.

    Shi wurde laut lokalen Medienberichten bereits vor etwa zehn Jahren beschuldigt, mehrere Kinder gezeugt und Gelder veruntreut zu haben. Damals verschwand er für einige Zeit aus der Öffentlichkeit. Eine Untersuchung sprach ihn später jedoch von den Vorwürfen frei.

    Kommentare

    User #3076 (nicht angemeldet)

    Der arme Kerl, er wollte einmal leben, wie es der Rest der Welt tut. Übrigens, der Papst will die Verpflichtung für das Zölibat aufheben, da es nirgends in den heiligen Schriften gefordert wird. Freiwillig soll das harte Leben sein, in welchem die Priester ihre Liebe nur Gott widmen.

    User #3076 (nicht angemeldet)

    Zölibat lässt grüssen.

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