Nach einer Scheidung in China muss ein Mann seine Ex-Frau für die von ihr geleistete Hausarbeit mit etwa 7000 Franken entschädigen.
Hausarbeit
Die Corona-Pandemie hat den Alltag vieler Menschen durcheinander gebracht. In einer Umfrage gaben 40 Prozent der Teilnehmer an, dass auch die Hausarbeit zugenommen hat. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa - dpa-infocom GmbH

Nach einer Scheidung in China muss ein Mann seine Ex-Frau für die von ihr geleistete Hausarbeit entschädigen. Wie ein Pekinger Gericht mitteilte, wollte sich der Mann nach fünf Jahren Ehe von seiner Frau scheiden lassen.

Neben der üblichen Aufteilung der gemeinsamen Vermögenswerte und einer Unterhaltszahlung von 2000 Yuan pro Monat (etwa 250 Euro) für das gemeinsame Kind, wurde der Frau demnach auch eine Entschädigung für ihre geleistete Hausarbeit bewilligt.

Demnach soll sie zusätzlich eine Einmalzahlung von 50 000 Yuan (etwa 6360 Euro) erhalten. Das Gericht fällte das Urteil entsprechend einer kürzlich in China in Kraft getretenen Gesetzesänderung. Ziel der Neuerung ist es, die Rechte von Frauen zu stärken, die sich laut offiziellen Statistiken in China viel mehr um den Haushalt und die Kinderbetreuung kümmern, als ihre Ehemänner.

In sozialen Netzwerken gab es neben Lob aber auch viel Kritik an der Entscheidung. So wurde beklagt, dass die vom Gericht angesetzte Summe zu gering sei. «50 000 Yuan für fünf Jahre Hausarbeit ist wirklich nicht viel», schrieb ein Nutzer auf dem sozialen Netzwerk Weibo. Eine Haushaltshilfe sei für diesen Preis jedenfalls nicht zu bekommen, schrieb ein anderer Kritiker.

Ein weiterer Weibo-Nutzer hielt dem entgegen, dass der Mann alleine für die ganze Familie verdient habe. Auch habe die Frau die Hälfte der gemeinsamen Vermögenswerte erhalten.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

FrankenGerichtYuan