Zwei Tote in Saudi-Arabien nach Abwehr von Huthi-Drohne bei Ölfeld
Zwei Menschen sind in Saudi-Arabien durch Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne der Huthi-Miliz getötet worden.

Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche saudisch-arabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Energieministerium. Die Luftabwehr habe die Drohne, die auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Aramco gezielt habe, abgeschossen. Die Todesopfer sind demnach philippinischer und nepalesische Staatsangehörige. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Die schiitische Huthi-Miliz griff zuletzt mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern mehrfach Ziele im benachbarten sunnitischen Königreich Saudi-Arabien an. Dabei gab es auch Tote und Verletzte, unter anderem am Flughafen der Hauptstadt Riad. Saudi-Arabien wiederum ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und greift Ziele der Huthi an. Die Miliz kontrolliert Gebiete im Norden und Westen des Jemens und wird vom Iran unterstützt.
Bei Attacken auf Ölanlagen von Aramco mit Drohnen und Raketen wurde 2019 etwa die Hälfte der saudischen Ölproduktion unterbrochen und etwa fünf Prozent der weltweiten Ölversorgung. Aramco zählt zu den wertvollsten Konzernen weltweit.
Saudi-Arabien kämpft mit Verbündeten seit mehr als zehn Jahren gegen die Rebellen im Jemen. Dieser Bürgerkrieg, bei dem von Hunderttausenden Toten durch direkte und indirekte Kriegsfolgen ausgegangen wird, ist im Zuge des Iran-Kriegs neu entflammt.













