Weisses Haus beobachtet mutmasslichen Pest-Todesfall in Russland
Eine Laborantin (†28) an einem russischen Pest-Forschungsinstitut ist kürzlich, vermutlich an einer Pest-Erkrankung, verstorben. Nun reagiert das Weisse Haus.

Das Wichtigste in Kürze
- Im russischen Irkutsk ist eine Laborantin (†28) eines Anti-Pest-Instituts verstorben.
- Es wird vermutet, dass die Frau an Lungenpest gestorben ist.
- Nun äussert sich das Weisse Haus zu den Geschehnissen.
In der Nacht auf den 2. Oktober ist eine Laborantin (†28) eines Anti-Pest-Instituts im russischen Irkutsk verstorben. Der Gouverneur der benachbarten Teilrepublik Burjation bestätigte in der Folge, dass Lungenpest die Todesursache der Frau war.
Die russischen Gesundheitsbehörden haben bisher hingegen nicht bestätigt, dass die Frau an Pest erkrankt ist. Rund 200 Menschen, die möglicherweise Kontakt zu der Infizierten hatten, kamen infolge des Todesfalls in Isolation oder unter medizinische Beobachtung.
Nun äussert sich das Weisse Haus zum Vorfall.
Die Trump-Regierung sei sich dem Vorfall laut dem US-Polit-Portal «Axios» bewusst. Das Weisse Haus «überwacht den Ausbruch und prüft Optionen», sagte ein Regierungsbeamter gegenüber dem Portal.
Die Lungenpest kann von Mensch zu Mensch übertragen werden, weshalb ein Ausbruch für die US-Gesundheitsbehörde einen medizinischen Notfall darstellen würde.
Zerbrochenes Reagenzglas als mögliche Ursache
Medienberichten zufolge zerbrach die mittlerweile verstorbene Mitarbeiterin des Forschungsinstituts am 25. September ein Reagenzglas mit dem Erreger der Lungenpest. So soll sich die Laborantin mit der Lungenpest infiziert haben.
Dies ist jedoch nicht offiziell bestätigt. Auch eine Forschungsreise oder Feldarbeiten in einer Pest-Endemiezone gelten als mögliche Infektionsquellen.
Was jedoch Tatsache ist: Die Frau wurde mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung ins Spital gebracht, musste künstlich beatmet werden und verstarb schliesslich.
Nebst der Isolation von möglichen Kontaktpersonen der Frau wurden auch andere Anti-Seuchen-Massnahmen beschlossen. In der Region wurden insgesamt fünf Spitäler unter Quarantäne gestellt, Veranstaltungen abgesagt und das Tragen von Masken angeordnet.

















